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Saniert die WGR noch eine Schule?

Der Vermieter will die Trinitatisschule übernehmen und ertüchtigen. Das wäre zuvor auch in Weida geboten, meint die Linke.

Für die 3. Grundschule in Riesa-Weida lässt die Stadt gerade verschiedene Varianten untersuchen. Die Linke-Fraktion würde es gern sehen, wenn die WGR sich der Sanierung annehmen würde - noch vor der Trinitatisschule.
Für die 3. Grundschule in Riesa-Weida lässt die Stadt gerade verschiedene Varianten untersuchen. Die Linke-Fraktion würde es gern sehen, wenn die WGR sich der Sanierung annehmen würde - noch vor der Trinitatisschule. © Sebastian Schultz

Riesa. Kann sich die Wohnungsgesellschaft WGR vorstellen, auch die 3. Grundschule in Weida zu modernisieren? Diese Frage hat jetzt Linke-Stadtrat Volker Thomas im Bauausschuss gestellt. Der städtische Großvermieter hat bereits zugestimmt, die Trinitatisschule im Stadtzentrum zu übernehmen und zu sanieren. Am Mittwoch, 16. Dezember, könnte der Stadtrat dafür die Weichen stellen.

Volker Thomas wollte wissen, ob für die ebenfalls sanierungsbedürftige 3. Grundschule ein "ähnliches Engagement der WGR" geplant sei. "Sie müsste ja auch ein Interesse daran haben", so Thomas mit Verweis auf die Vielzahl von Wohnobjekten, die der WGR in dem Stadtteil gehören.

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"Wir werden das sicherlich prüfen", erwiderte Oberbürgermeister Marco Müller (CDU) auf die Frage - und bestätigte, Weida habe für die WGR "erhebliche Bedeutung".

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Noch deutlicher als ihr Fraktionskollege wird in diesem Zusammenhang die Linke-Vorsitzende Uta Knebel. Ihrer Ansicht nach müsste die WGR zuerst die 3. Grundschule sanieren, ehe sie sich gegebenenfalls der freien Schule im Stadtzentrum annimmt. Sonst könnte sie unter Umständen selbst Schaden nehmen, argumentiert Knebel. "Da die WGR die meisten Wohnungen in Weida hat, müsste der Fokus auch zuerst auf der dortigen Schule liegen." Es sei wichtig, die Schullandschaft zu entwickeln. "Aber mit Verstand, und ohne die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen." Sie fürchte, dass es schlimmstenfalls für beide Grundschulen keine Fördermittel geben könnte - oder zumindest deutlich weniger; etwa, weil beide Schulgebäude größer sind, als für eine zweizügige Grundschule notwendig sei.

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