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Riesa: Stadtrat ärgert sich über Vergleich

Die jüngste Sitzung hatte ein gewählter Vertreter aus Protest verlassen. Einen ähnlichen Fall gab es schon einmal - aber unter anderen Vorzeichen.

Stefan Schwager (Freie Wähler) ist gewähltes Mitglied im Stadtrat und gehört der Fraktion Gemeinsam für Riesa an.
Stefan Schwager (Freie Wähler) ist gewähltes Mitglied im Stadtrat und gehört der Fraktion Gemeinsam für Riesa an. © Lutz Weidler

Riesa. Eine Aktion der AfD-Fraktion in der jüngsten Stadtratssitzung sorgt auch Tage später noch für Reaktionen. Nachdem Stadtrat Joachim Wittenbecher angekündigt hatte, der Sitzung nicht mehr beiwohnen zu können, waren seine Fraktionskollegen ihm kurzzeitig gefolgt. Oberbürgermeister Marco Müller hatte daraufhin eine Aufarbeitung angekündigt - und dann auch auf einen ähnlichen Vorfall Anfang des Jahres angespielt.

Damals hatte Stefan Schwager (Freie Wähler) die Sitzung plötzlich verlassen. Gegen einen Vergleich beider Vorfälle verwahrt Schwager sich allerdings. "Ich hatte familiäre Gründe, die lagen völlig anders, als die von Herr Wittenbecher." Er habe noch am gleichen Abend dem Oberbürgermeister erklärt, weshalb er so plötzlich aufstand. Dabei habe er es belassen. "Ich muss keinem mein Privatleben offen darlegen." Weil zuvor heftig über ein Ratsprotokoll diskutiert worden war, hatten eine Reihe anderer Teilnehmer den Eindruck, Schwager habe aus Frust den Saal verlassen.

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AfD-Stadtrat Joachim Wittenbecher hatte die Sitzung am vergangenen Mittwoch aus Protest gegen die Auflösung einer Demonstration gegen die Bundesnotbremse in Berlin verlassen. Er halte das Vorgehen der Polizei für zu hart, die Bilder hätten ihn emotional zu sehr mitgenommen, um der Versammlung weiter beizuwohnen, hatte er dazu mitgeteilt.

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