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Protest auf dem Wochenmarkt

Auf dem Rathausplatz sorgt eine Installation für Aufsehen, die die Öffnung der Gastronomie fordert.

Mit einer Inszenierung auf dem Rathausplatz wurde am Mittwoch gegen die aktuellen Corona-Beschränkungen unter anderem für die Gastronomie protestiert.
Mit einer Inszenierung auf dem Rathausplatz wurde am Mittwoch gegen die aktuellen Corona-Beschränkungen unter anderem für die Gastronomie protestiert. © Eric Weser

Riesa. Im Vorfeld war ein großes Geheimnis darum gemacht worden: Ein stiller Protest war für Mittwoch auf Riesas Wochenmarkt angekündigt. Etwas Ungewöhnliches sollte es sein, mit dem auf die aktuelle Ohnmacht im Lockdown aufmerksam gemacht werde.

Nun ist das Geheimnis gelüftet: Am Mittwoch stand eine Art Installation aus gedecktem Restauranttisch und gemachtem Hotelbett in der Platzmitte – umgeben von plakatierten Metallzäunen. Auf den Plakaten: Parolen wie „Köche verhungern“ oder „Kellner verdursten“. Auch ein Slogan im für die Internetkommunikation typischen Stil fand sich: „#riesastehtauf“.

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Hinter der Aktion steht die Firma Magnet Riesa. Die Gesellschaft betreibt unter anderem die Riesenhügel-Gastronomien und das Hotel Mercure. Sie richtet zudem Riesas Wochenmarkt aus.

Magnet-Geschäftsführer Reiner Striegler sagte, das Bild mit leerem Restauranttisch und Hotelbett spiegele besser als Worte die Situation in der Gastrobranche wider. Frustrierend sei das fehlende Licht am Ende des Tunnels nach mehr als vier Monaten Lockdown. "Durch das Absenken von Inzidenzwertzielen kurz vor deren Erreichen steigt die Frustration der Betroffenen." Die derzeitige Corona-Politik nannte der Magnet-Chef "planlos".

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Striegler kündigte zudem an, dass es an den folgenden Markttagen im März weitere stille Protest-Aktionen geben werde, etwa durch Vertreter aus dem Riesaer Veranstaltungs- und Einzelhändlerbereich. Mit den Vertretern aus anderen betroffenen Branchen stehe man bereits seit Längerem in Kontakt.

Am Mittwoch war zum Beispiel auch der Wettiner Hof aus Riesa bei der Aktion mit dabei. Auf einem entsprechenden Plakat hieß es: "Wir wollen wieder für euch da sein". (SZ)

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