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Mehr Hochzeiten in Riesa

Obwohl die Corona-Lage Erschwernisse mit sich brachte, wurden 2020 mehr Ehen vorm Standesamt geschlossen als 2019. Darunter auch mehr gleichgeschlechtliche.

Blumenstreu vorm Standesamts-Eingang am Riesaer Rathaus im Juni 2020: Im Lauf des vorigen Jahres verzeichnete die Stadtverwaltung 194 Eheschließungen.
Blumenstreu vorm Standesamts-Eingang am Riesaer Rathaus im Juni 2020: Im Lauf des vorigen Jahres verzeichnete die Stadtverwaltung 194 Eheschließungen. © Eric Weser

Riesa. Die Lust am Heiraten in Riesa war trotz Pandemie im Jahr 2020 ungebrochen. Demnach wurden zwischen 1. Januar und 31. Dezember 194 Ehen vorm Standesamt geschlossen. Das geht aus kürzlich veröffentlichten Zahlen der Stadtverwaltung hervor. 2019 waren in Riesa hingegen 178 Eheschließungen gezählt worden.

"Weshalb 2020 etwas häufiger geheiratet wurde, ist für das Standesamt auch nicht erklärlich, spricht doch aber für Riesa als attraktiven Hochzeitsort", sagt Stadtsprecher Uwe Päsler auf Nachfrage.

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Etwas mehr als die Hälfte der Trauungen des Jahres 2020 vorm Standesamt – genau 100 – waren "Riesaer Hochzeiten", geht aus den Zahlen der Stadt hervor. Das bedeute, dass mindestens einer der Beteiligten ein hiesiger Bürger sei, erklärt der Stadtsprecher. Bei den übrigen 94 Eheschließungen kam demnach keiner der Partner aus Riesa.

Das ist auch gar nicht verwunderlich, da der Standesamtsbezirk Riesa neben der Stadt auch die Nachbargemeinden Strehla, Stauchitz, Hirschstein und Zeithain umfasst. Von dort stammten 57 Brautpaare, so Uwe Päsler. Bei den übrigen 37 Hochzeiten seien die Ehepartner zum Beispiel aus dem etwas weiteren Umland wie Gröditz, Glaubitz, Meißen oder Elsterwerda gekommen. Daneben gingen aber auch Brautpaare aus weiter entfernten Orten in Riesa den Bund der Ehe ein: So hätten auch Menschen aus Hamburg, Berlin oder Wiesbaden als "alte Riesaer" für ihre standesamtliche Trauung den Weg zurück in die Heimat gefunden.

Ohne Maske, aber mit Abstand

Doch wie steht es eigentlich um den Infektionsschutz bei den Eheschließungen? Dem Stadtsprecher zufolge wurden und werden bei den Trauungen spezielle, von der Landesdirektion Dresden und dem sächsischen Standesbeamtenverband vorgegebenen Hygiene-Regeln umgesetzt.

Für das Standesamt bestehe die Ausnahme, dass bis zu zehn und im Sommer bis zu 15 Gäste das Brautpaar zur Trauung begleiten durften. Die Gästezahl bestimme sich nach den Abstandsregelungen und der Raumgröße. Auf Masken darf verzichtet werden, da die Trauungen mit ausreichendem Abstand und guter Lüftung des Trausaales durchgeführt würden.

Im Übrigen ist 2020 auch die Zahl der gleichgeschlechtlichen Eheschließungen im Riesaer Standesamt im Vergleich zum Jahr davor gestiegen: Das kam laut dem Rathaus fünfmal vor. Zweimal war es ein männliches Paar, die übrigen drei Mal heirateten Frauen. 2019 hatte es lediglich zwei gleichgeschlechtliche Eheschließungen in Riesa gegeben, beide Male heirateten Frauen. Gleichgeschlechtliche Ehen sind in Deutschland seit 2017 möglich.

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