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Riesaer Großvermieter mit Millionengewinn

Die Wohnungsgenossenschaft zieht eine positive Bilanz aus dem Jahr 2019. Weitere Abrisse werden trotzdem nicht ausbleiben, heißt es.

Der Wohnblock Karl-Marx-Ring 34-42 gehörte 2019 zu den größten Bauprojekten der Wohnungsgenossenschaft Riesa.
Der Wohnblock Karl-Marx-Ring 34-42 gehörte 2019 zu den größten Bauprojekten der Wohnungsgenossenschaft Riesa. © Sebastian Schultz

Riesa. Die Riesaer Wohnungsgenossenschaft weist für das Geschäftsjahr 2019 einen Jahresüberschuss von rund 1,87 Millionen Euro aus. Das hat der Großvermieter jetzt mitgeteilt. Damit liege das Ergebnis zwar unter den 2,66 Millionen Euro von 2018 - allerdings aus einem guten Grund. Denn der Großvermieter habe im Jahr 2019 "massiv und zukunftsorientiert in die Instandhaltung und Modernisierung investiert", heißt es in der Mitteilung. 

Konkret seien knapp 9,5 Millionen Euro dafür aufgewendet worden, "auch zukünftig zielgruppenspezifische Wohnqualität zu bezahlbaren Preisen anzubieten". Den Überschuss will der Vermieter ebenfalls in Modernisierung und Instandhaltung der  Gebäude sowie in die Tilgung bestehender Kredite investieren. 

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Gerade weil Riesa weiterhin schrumpft, müsse die Wohnungswirtschaft investieren, heißt es vonseiten der Genossenschaft. "Aufgrund der Demografie zeichnet sich eine zweite Leerstandswelle ab, die zu weiteren Rückbaumaßnahmen in den nächsten Jahren führen wird, um auch die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens langfristig zu sichern", erklärt die Vorstandsvorsitzende Kerstin Kluge. Auch die Bedürfnisse veränderten sich mit dem demografischen Wandel.  2019 sei es der WG Riesa gelungen, den "durchschnittlichen Mietpreis mit 4,50 Euro pro Quadratmeter auf einem äußerst günstigen und mieterfreundlichen Niveau zu halten". Gleichzeitig habe man den Wohnungsbestand modernisiert - auch hin zu mehr Barrierefreiheit. In Sachen Rückbau mahnt der technische Vorstand Hagen Nickol die Fortsetzung der Stadtumbau-Förderung als "alternativlos" an.

Altersgerechte Sanierung und Ladesäulen für E-Autos

Zu den größten Investitionen 2019 gehörte beispielsweise die altersgerechte Sanierung des Karl-Marx-Ring 34-42. "Im Frühling und Frühsommer 2020 konnten die Wohnungen in neuem Glanz übergeben werden." Ebenfalls im Sommer konnte der zweite Bauabschnitt des Wohnparks "Sonnenblick" von den neuen Mieterinnen und Mietern bezogen werden. Mit der Fertigstellung des Neubau-Areals in der Heinz-Steyer-Straße habe man "Maßstäbe in punkto familienfreundlicher Wohnqualität" gesetzt, so die Wohnungsgenossenschaft. Daneben sei auch die Digitalisierung vorangetrieben worden; neben digitalen Haustafeln ging auch eine E-Ladesäule in der Wohnallee "Mittendrin" an der Alleestraße in Betrieb. "Durch eine Kooperation mit den Stadtwerken Riesa ist dort nun öffentliches Laden von E-Autos möglich."

Daneben sei man auch sozial aktiv geblieben. "So unterstützte die Wohnungsgenossenschaft Kitas, Schulhorte und Sportvereine wie die BSG Stahl Riesa und den SC Riesa finanziell und führte zusammen mit Partnern wie der Johanniter Unfallhilfe oder der Freizeitinsel Riesa die Tradition des Sommerfestes und des großen Frühlingsfestes fort."   Der Wohnungsgenossenschaft Riesa gehören insgesamt 400 Häuser und 23 Gewerbeobjekte mit 3.625 Wohnungen in der Stadt. Das Unternehmen zählt aktuell 3.575 Mitglieder. (SZ)

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