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Riesas OB auf Dienstreise im hohen Norden

Marco Müller (CDU) weilte unlängst für mehrere Tage in Helsinki – um etwas über smarte Lösungen für alternde Städte zu lernen.

Riesas OB Marco Müller (CDU) war in Helskinki auf Dienstreise.
Riesas OB Marco Müller (CDU) war in Helskinki auf Dienstreise. © SZ

Riesa. Mit einer eher ungewöhnlichen Anfrage wandte sich kürzlich Stadtrat Markus Mütsch an Riesas OB Marco Müller. Ob es stimme, dass dieser auf Dienstreise in Skandinavien gewesen sei, wollte das Mitglied der Fraktion Gemeinsam für Riesa im Verwaltungs- und Finanzausschuss wissen.

Müller bestätigte einen Aufenthalt in Helsinki, wo er sich gemeinsam mit Vertretern von rund einem Dutzend anderer Kommunen zum Thema Smart Ageing informiert habe. Der englische Begriff bedeutet so viel wie "intelligentes Altern". Finnland sei zwar ein vergleichsweise junges Land, werde aber in den nächsten Jahren schnell altern und sei damit vor Herausforderungen gestellt, so Müller.

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Auf Nachfrage von sächsische.de teilte das Rathaus weitere Details mit. Demnach reiste Riesas OB am 28. September in die finnische Hauptstadt, die Exkursion unter dem Titel "Technologien und Strategien für die alternde Stadt" habe dann bis 1. Oktober gedauert. Ziel sei gewesen, Projekte und Strategien städtischer Verwaltungen kennenzulernen, und zu sehen, was Helsinki für Ältere tut. Über die EU habe das Land eine Kooperation seiner sechs größten Städte zu diesem Thema angeschoben.

Bei Smart Ageing gehe es um Projekte und Strategien, wie die Digitalisierung und moderne Technologien mit den Bedürfnissen älterer Menschen zu verbinden sind, und wie man die Menschen damit unterstützen könne – beispielsweise mittels Telemedizin, digitalen Pflegediensten, oder über Assistenz- und Sicherheitssysteme für daheim bis hin zu Robotern, die Senioren und/oder Pflegebedürftige unterstützen. "Für diese neuen Lösungen ... Verwaltungen, Dienstleister, Unternehmen und andere Akteure sowie die Bürgerschaft zusammenzubringen, ist Anliegen dieser Strategie", so Stadtsprecher Uwe Päsler.

Riesa müsse sich mit dem Thema wegen seiner recht alten Bevölkerung zwingend beschäftigen. Einige Aspekte aus der Dienstreise seien im Modellprojekt "Zukunftswerkstatt Kommune", das in Kürze beginnen solle, gut anwendbar.

Neben Riesa seien sowohl kleinere Städte, etwa aus Bayern, in Helsinki dabei gewesen – aber auch Metropolen wie Hamburg. Organisiert worden sei die Exkursion von der Körber-Stiftung. Dass sich Riesa unter den Teilnehmern fand, sei auf eine Ausschreibung der Stiftung zurückgegangen, bei der man sich beworben und die Zusage erhalten habe, so Stadtsprecher Uwe Päsler.

Stadtrat Markus Mütsch hatte im Ausschuss ebenso nachgefragt, ob es künftig möglich sei, dass Pläne für solche Dienstreisen vorab den Stadträten mitgeteilt werden – damit diese eventuell auf eigene Kosten mitfahren können. Er könne künftig dazu nachfragen, so OB Müller. (SZ/ewe)

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