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Rohrbruch bei Gröditz

Am Mittwochabend kam aus vielen Gröditzer Wasserhähnen weniger Wasser als sonst heraus.

In vielen Gröditzer Wohnungen lief am Mittwoch weniger Wasser aus den Wasserhähnen.
In vielen Gröditzer Wohnungen lief am Mittwoch weniger Wasser aus den Wasserhähnen. © Sebastian Schultz

Gröditz. Schnell machte die Nachricht in Gröditz die Runde. Am Mittwochabend floss das Trinkwasser eher spärlich aus manchen Wasserhähnen. Viele Gröditzer beklagten einen deutlichen Druckabfall, manche auch, dass das Wasser dreckig aussah.

Gegen 18 Uhr wurde der Bereitschaftsdienst des zuständigen Trinkwasserzweckverbandes "Pfeifholz" darüber informiert, bestätigt dessen Geschäftsführer Frank Schmidt. Eine viertel Stunde zuvor wurde am Wasserwerk in Frauenhain registriert, dass die Fördermenge stieg. Von 140 m³ Wasser pro Stunde auf 200 m³ Wasser pro Stunde. "Das passiert dann, wenn irgendwo ein Leck ist", so Schmidt.

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Sofort hätten sich seine Leute auf die Suche nach der Stelle gemacht, wo das Trinkwasser unkontrolliert auslief. Das sei nicht einfach gewesen. Nach etwa zwei Stunden sei der Rohrbruch lokalisiert worden. Und das auf einem Feld auf Stolzenhainer Flur, am Nordrand von Gröditz, kurz hinter der Landesgrenze zu Brandenburg. Das Feld steht voller Getreide, was die Suche zusätzlich erschwert habe, sagt der Verbandsgeschäftsführer.

Auf dem Feld hatte sich ein großer Krater voll mit Wasser gebildet. Ein paar hundert Kubikmeter Trinkwasser seien aus dem kaputten Rohr ausgetreten. "Wir waren bis nachts 1 Uhr im Einsatz", erzählt Schmidt. Am nächsten Morgen beauftragte er sofort eine Tiefbaufirma, die die Leitung an dieser Stelle austauschte und den Krater im Feld wieder verschloss.

Es soll sich bei der Leitung um Altbestand aus den 1940er Jahren handeln. Insgesamt verfügt der Trinkwasserzweckverband "Pfeifholz" über ein rund 130 Kilometer langes Leitungsnetz. Etwa ein Drittel davon stammt noch aus den Anfangsjahren des Frauenhainer Wasserwerkes und muss nach und nach durch moderne PE-Leitungen ersetzt werden.

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