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Startschuss für Brauereihäuser-Verkauf

Der Baubeginn für die geplante Wohnsiedlung in Altriesa steht erst noch bevor. Doch die Vermarktung hat jetzt schon begonnen.

Noch existiert die Brauerei-Siedlung in Altriesa nur als Modell. Jetzt geht das von Investor Gunnar Thies und seinen Architekten Robert Wunder und Hyungi Jung (vlnr.) erdachte Vorhaben in die Vermarktung. Die soll vom Büro am Rathausplatz aus passieren.
Noch existiert die Brauerei-Siedlung in Altriesa nur als Modell. Jetzt geht das von Investor Gunnar Thies und seinen Architekten Robert Wunder und Hyungi Jung (vlnr.) erdachte Vorhaben in die Vermarktung. Die soll vom Büro am Rathausplatz aus passieren. © Sebastian Schultz

Riesa. Mit Holz vertäfelte Wände, indirekte Beleuchtung, ein Sofa: Ein wenig wirkt das Ladenlokal gegenüber von Kaffee Starke, als sei es einem modernen Einrichtungskatalog entsprungen. Am Dienstag sind die kürzlich umgebauten Räume ihrer neuen Bestimmung übergeben worden: Von dem Büro aus wird die Vermarktung der Brauereisiedlung vorangetrieben.

Rund 30 Häuser sollen auf dem Gelände der ehemaligen Brauerei in Altriesa in den nächsten Jahren entstehen. Mit einem klassischen Eigenheimgebiet soll das Ganze wenig zu tun haben: Autos dürfen nicht in die Siedlung, sie müssen auf Parkplätzen am Rand stehenbleiben. Die Ausrichtung der Häuser, ihre äußere Form und auch die Fassadengestaltung wird den künftigen Hausbesitzern vorgegeben. Gestaltungsmöglichkeiten haben Hauseigentümer nur, was das Innere der Gebäude angeht. Das beschränke die Freiheit, gesteht Investor Gunnar Thies zu. Es schaffe aber auch ein einheitliches Erscheinungsbild der Siedlung. Und gebe den Menschen auch Freiheit – weil man sich durch die Vorgaben weniger um den eigenen Hausbau kümmern müsse. Die gewonnene Zeit könne genutzt werden, um eine Gemeinschaft im Wohngebiet aufzubauen. Eine Clubatmosphäre zu schaffen, gehört für die Planer zu den erklärten Zielen für die Siedlung.

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"Nicht jeder will 1.000 Quadratmeter"

Für die Vermarktung der überschaubar großen Grundstücke samt Häusern hat Gunnar Thies die Riesaer Volksbank ins Boot geholt. „Ich komme aus Schleswig-Holstein, meine Planer aus Berlin. Wir brauchen hier vor Ort Partner, die sich mit den Gegebenheiten auskennen.“ Volksbanken habe er in der Hinsicht als verlässliche Partner schätzen gelernt.

Das Brauhaussiedlungs-Büro am Rathausplatz, direkt neben Foto Schröter.
Das Brauhaussiedlungs-Büro am Rathausplatz, direkt neben Foto Schröter. © Sebastian Schultz

Bei der Bank, die künftigen Siedlungsbewohnern auch den Hauskauf finanzieren wird, gibt man das Vertrauen zurück. Von Gunnar Thies’ Vorhaben sei man sofort angetan gewesen, so Vorstand Markus Ziron. Er ist überzeugt, dass die Brauhaussiedlung mit ihrem speziellen Konzept Zuspruch findet. „Es will nicht jeder das freistehende Einfamilienhaus mit 1.000 Quadratmeter Grundstück auf dem Land, wo man zwei Autos braucht“, so Ziron bei der Einweihung des Vermarktungsbüros.

Das Büro selbst soll künftig durch Volksbank-Mitarbeiter besetzt sein. Feste Öffnungszeiten sind auch wegen Corona derzeit kein Thema. Aber auch künftig wird es flexibel zugehen. „Wir werden je nach Projektphase öfter präsent sein“, so Markus Ziron. Verstärkt vor allem, wenn die ersten Häuser entstehen und deren Besichtigungen auf dem rund fünf Gehminuten entfernten Brauereiareal möglich wird.

Stadtrat muss noch einmal entscheiden

Bis dahin werden aber noch Monate vergehen. Zunächst muss das Areal erschlossen werden. Das soll passieren, sobald der Stadtrat letzte notwendige Zustimmungen zur Planung erteilt hat. Diese gelten als sicher und sollen Anfang Februar kommen. Gehe es danach schnell, könnten zum Jahresende die ersten Siedlungsbewohner einziehen.

Dass die Siedlung einmal nur zum Teil gebaut wird, da machen sich Investor und Bank keine Sorgen. „Wir sind überzeugt, dass das Projekt in die Zeit und in die Stadt passt und sich alle Objekte verkaufen lassen“, sagt Bankvorstand Markus Ziron. Investor Thies Gunnar ergänzt: Wenn einmal fünf Häuser noch nicht verkauft sein sollten, würden diese trotzdem so weit fertiggestellt, sodass später nur noch der Innenausbau folgen müsse. Druck gebe es bei der Vermarktung keinen. Auch das Vermarktungsbüro sei für fünf Jahre angemietet.

Was ein Haus in der Siedlung kosten wird, da hielten sich Investor und Bank bedeckt. „Marktgerecht“ werde der Preis sein. Interessenten können sich an die Volksbank wenden, um Genaueres zu erfahren.

Kontakt: [email protected]

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