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Strehla: Rettungswagen rast in Bushaltestelle an der B 182

Zwei Sanitäter werden verletzt, als sie in Oppitzsch mit Blaulicht einen Transporter überholen wollen.

Von Jörg Richter
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Rettungswagen mit Sondersignalen, so wie hier bei einem anderen Einsatz, haben Vorfahrt. Doch manchmal werden sie übersehen, so wie jetzt in Oppitzsch.
Rettungswagen mit Sondersignalen, so wie hier bei einem anderen Einsatz, haben Vorfahrt. Doch manchmal werden sie übersehen, so wie jetzt in Oppitzsch. © René Meinig

Strehla. Am Dienstagnachmittag hat sich auf der B182 in Oppitzsch ein schwerer Unfall ereignet, bei dem ein Rettungswagen vom Deutschen Roten Kreuz Riesa in Mitleidenschaft gezogen wurde. Er war gegen 16.20 Uhr auf dem Weg zu einem Patienten in Strehla.

Am Ortseingang von Oppitzsch wollte der Rettungswagen einen Mercedes Sprinter überholen. Im gleichen Moment bog der Transporter allerdings nach links in die Unterreußener Straße ab. Die 40-jährige Fahrerin des Rettungswagens versuchte, dem Mercedes auszuweichen, touchierte ihn und fuhr anschließend in eine Bushaltestelle.

Die Sanitäterin und ihr Kollege wurden bei dem Unfall verletzt. Während ihr Beifahrer nur leichte Blessuren erlitt, musste die 40-Jährige zur Beobachtung ins Krankenhaus. "Ihr geht es aber gut", sagt Falk Glombik, der Geschäftsführer des DRK Riesa. "Beide sind glimpflich davon gekommen." Möglicherweise wäre es schlimmer ausgegangen, wenn sie gegen einen der Strommasten gefahren wären.

Ortsdurchfahrt eine Nacht lang dunkel

Der 51-jährige Fahrer des Mercedes Sprinter blieb unverletzt und kam mit einem Schrecken davon. Laut Informationen eines Polizeisprechers kam sein Transporter an einem Zaun zum Stehen. Zum Zeitpunkt des Unfalls befand sich weiteren Angaben zufolge niemand in der Bushaltestelle.

Beide Fahrzeuge sind Schrott. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf 50.000 Euro. Bei dem Unfall wurden die Bushaltstelle und auch ein Stromkasten beschädigt. Laut Informationen der Stadtverwaltung Strehla funktionierte deshalb die Straßenbeleuchtung nach dem Unfall nicht. Am Donnerstag wurde der Schaden behoben, teilt Bürgermeister Jörg Jeromin auf Anfrage mit. "Wie teuer der Wiederaufbau der Bushaltestelle wird, können wir aber derzeit noch nicht sagen."

Wegen des Unfalls rückten zwei weitere Rettungswagen aus. Der eine fuhr zum ursprünglichen Einsatzziel nach Strehla, der andere kam den verunglückten Kollegen zur Hilfe.

Für das DRK in Riesa wiegt der Totalschaden des Rettungswagens schwer. "Er fehlt uns sehr", sagt Glombik. Denn es gebe momentan keine derartigen Spezialfahrzeuge auf dem Markt zu kaufen. Aber wichtiger sei es, dass es den beiden Sanitätern gut gehe.