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Strehlaer Sportler drehen Videoclip

Mitglieder des SV Strehla beteiligen sich an einer Internet-Aktion und holen sich dafür die Funkengarde des Carneval-Clubs an die Seite.

Die Strehlaer Funkenmariechen tanzen vor und die Fußballer machen mit.
Die Strehlaer Funkenmariechen tanzen vor und die Fußballer machen mit. © SV Strehla

Strehla. Sachsens Amateursportler stehen alle in den Startlöchern und wollen endlich wieder normal spielen und trainieren. Und da die Corona-Inzidenzen überall im Freistaat sinken, ist nun die Zeit für einen Neustart. Mit der Aktion „#sportvereint“ wird bis Sonntag zu kreativen Aktionen aufgerufen. Dabei wollen die Sportvereine zeigen, dass es sie noch gibt. Mit dabei ist auch der SV Strehla, der in einer Co-Produktion mit dem Strehlaer Carnevals Club (SCC) einen Clip erstellt hat.

„Wir haben am Donnerstag vor einer Woche beschlossen, einen Film zu drehen“, erklärt Felix Naumann, als SV-Vorsitzender für die 300 Mitglieder in fünf Abteilungen des Vereins zuständig. „Am Dienstag war alles fertig und wir hoffen, dass der Clip am Wochenende viele Zuschauer findet.“ Fertig geschnitten wurde der Beitrag von SSC-Mitglied David Kirschke. Für die Planung war Strehlas amtierender Faschingsprinz Sandro Kühn zuständig, der beim SV die Abteilung Fußball leitet und beruflich seit Mitte 2019 Hauptamtsleiter der Elbe-Kleinstadt ist.

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Anschauen können sich Interessierte das Filmchen auf den Facebook-Seiten des SV und SSC. Auch bei YouTube ist der Clip zu sehen. Gezeigt werden Szenen vom Fußball, Volleyball, Outdoor-Kegeln oder auch traurige Zuschauer, die nun seit Monaten keinen Sport mehr zu sehen bekommen haben. Die Schalmeienzunft Strehla, die durch die Corona-Schutz-Verordnung ebenfalls seit langer Zeit nicht einmal mehr Proben durchführen konnte, beteiligt sich mit einer Collage zum Aushängen an der Aktion „#sportvereint“.

Männer-Elf fast schon vor dem Aus

„Wir hoffen, dass die Sportstätten nun endlich wieder öffnen und wir alle wieder trainieren können“, sagt Felix Naumann, der auch Kapitän der Strehlaer Kreisklasse-Fußballer ist. „Vor Corona hatten wir schon mal überlegt, die Männermannschaft ganz zuzumachen“, berichtet Naumann weiter. Doch diese Pläne sind erst einmal vom Tisch, denn: „Wir haben in den letzten Monaten viele Jugendliche dazugewonnen.“ Was seinen geliebten Fußballsport angeht, hat der SV-Vereinsvorsitzende auch schon Ideen für die Zukunft. „Wir müssen von dem sturen Gedanken weg, dass es immer erst im September mit den Punktspielen losgeht. Warum nicht im Juli starten und bis Dezember durchspielen?“

Zurück noch einmal zu den Aktivitäten des Wochenendes. Aktuell sind immerhin 656.189 Mitglieder in 4.436 sächsischen Vereinen aktiv – wenn sie denn endlich wieder dürfen. Der Anteil der Sporttreibenden an der Gesamtbevölkerung des Freistaates beträgt damit immerhin 16,11 Prozent. Das ist gleichzeitig die größte Bürgerbewegung.

Ziel des Aktionswochenendes ist es, einerseits den organisierten Vereinssport zu präsentieren und andererseits auf die zwingend notwendigen Öffnungsschritte hinzuweisen. Alle Vereine werden dabei selbst kreativ und werben im Rahmen der Vorschriften für sich. Beispielsweise durch Lauf-Challenges, kleine digitale Wettbewerbe oder auch humorvolle Aktionen. Passt beispielsweise noch das Sporttrikot oder geht die Flutlichtanlage des Stadions noch an?

Begleitet wird alles online auf diversen Kanälen wie Facebook, Instagram, WhatsApp oder den Vereins-Internetseiten. Genau dazu wurde der Hashtag „#sportvereint“ ins Leben gerufen. Damit wird nun hoffentlich die lange Ruhe auf dem heimischen Sofa beendet.​

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