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THW Riesa steht mit Super-Pumpe bereit

Die Kameraden rechnen jederzeit mit dem Einsatzbefehl in die westdeutschen Hochwassergebiete.

Gruppenführer Martin Werner zeigt Deutschlands stärkste, mobile THW-Pumpe, die in Riesa stationiert ist.
Gruppenführer Martin Werner zeigt Deutschlands stärkste, mobile THW-Pumpe, die in Riesa stationiert ist. © Jörg Richter

Riesa. Mehrere Fahrzeuge des Technischen Hilfswerks (THW) haben am Riesapark für große Aufmerksamkeit gesorgt. Viele Passanten, die hier ihren Sonnabend-Einkauf erledigten, fragten sich, ob das eine Übung für einen möglichen Hochwasser-Einsatz in Nordrhein-Westfalen oder Rheinland-Pfalz sei.

War es nicht. Tatsächlich hatte der THW-Ortsverband Dresden das THW Riesa besucht, um sich gegenseitig ihre Technik zu präsentieren. Dieses Treffen sei schon lange geplant gewesen und habe nichts mit der derzeitigen Hochwasser-Katastrophe in den beiden westdeutschen Bundesländern zu tun, sagt der Dresdner Zugführer Sebastian Lau. Nichtsdestotrotz sei man in Gedanken bei den Menschen, die durch die Fluten Verwandte oder Freunde verloren hätten.

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Die Dresdner THW-Kameraden stellten u. a. ihr großes Funkmast-Fahrzeug vor. Es besitzt das Fahrwerk eines Autodrehkranes, hat aber einen vertikal ausfahrbaren Masten mit mehreren Antennen. Denn die Dresdner sind Spezialisten für Kommunikationstechnik. Sie stehen für einen Einsatz im Hochwassergebiet bereit. Doch Lau glaubt eher nicht an einen Befehl für seine Truppe, denn dort würde vor allem Pumptechnik benötigt. Das sei eher ein Fall für die Gastgeber.

Das THW Riesa besitzt seit 2017 Deutschlands größte mobile Pumpe, die auf einem Lkw-Anhänger befestigt ist. Sie kann pro Minute bis zu 25 Kubikmeter Wasser fördern. Zum Vergleich: Herkömmliche Feuerwehrpumpen pumpen 800 Liter pro Minute.

Ob die Riesaer Super-Pumpe nach NRW oder Rheinland-Pfalz ausrücken soll, steht noch nicht fest. "Wir sind vorbereitet", sagt Gruppenführer Martin Werner. Er und seine Kameraden rechnen jederzeit mit dem Einsatzbefehl vom THW-Landesverband Sachsen. Für sie ist es eine Selbstverständlichkeit. Bei den Hochwassern 2002 und 2013 an der Elbe waren THW-Einheiten aus den alten Bundesländern in Riesa und Umgebung im Einsatz, um zu helfen. Werner: "Jetzt können wir unsere Hilfe zurückgeben."

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