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Feuerwehrleute weisen Kritik zurück

Dass beim Brand in Stösitz einige Wehren relativ spät eintrafen, habe einen Grund gehabt, so Gemeindewehrleiter Heiko Findeisen.

Mit zwei Drehleiterfahrzeugen aus Meißen und Riesa war die Feuerwehr beim Brand in Stösitz um Einsatz.
Mit zwei Drehleiterfahrzeugen aus Meißen und Riesa war die Feuerwehr beim Brand in Stösitz um Einsatz. © LausitzNews.de/Jonas Schöne

Stauchitz. Beim Brand eines Gewerbebetriebes in Stösitz vor gut drei Wochen seien die Feuerwehren teilweise spät eingetroffen. Dies hatte ein Anwohner, der in der Rettungsleitstelle Dresden angerufen und den Brand gemeldet hatte, kritisiert. Die Feuerwehr weist diesen Vorwurf zurück. "Die Bloßwitzer Feuerwehr war nach zehn Minuten am Einsatzort. Das ist sogar zwei Minuten unterhalb der vorgeschriebenen Ausrückzeit", sagt der Stauchitzer Wehrleiter Heiko Findeisen. Die Stauchitzer Wehr sei allerdings später eingetroffen. Der Grund sei, dass der Wehrleiter, der zugleich Fahrer ist, in Meißen arbeitet und erst von dort nach Stauchitz kommen musste.

Erst nur als Mittelbrand eingestuft

Richtig sei, dass die Feuerwehren aus Riesa, Meißen, Oschatz und Lommatzsch relativ spät eintrafen. Der Grund sei, dass der Brand vom Disponenten in der Rettungsleitstelle Dresden als Mittelbrand eingestuft wurde. "Der Bloßwitzer Wehrleiter Michael Beecken hat aber sofort erkannt, dass es sich um einen Großbrand handelt und dies sofort gemeldet. Daraufhin wurden weitere Kräfte angefordert", so der Stauchitzer Gemeindewehrleiter.

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Eine weitere Kritik entzündete sich daran, dass es angeblich Probleme mit der Löschwasserversorgung gab. Die Feuerwehren hätten Wasser aus zwei Behältern eines Landwirtschaftsbetriebes schöpfen können, sagt Findeisen. Allerdings: Für den Wasserbedarf der zwei Drehleitern aus Meißen und Riesa hätte das örtliche Wassernetz nicht ausgereicht. Es sei schließlich ein "Shuttlebetrieb" eingerichtet worden, mit dem die Wehren Löschwasser heranschafften. Auch die Oschatzer Wehr kam mit zehn Kubikmetern Löschwasser.

"Der Einsatz ist sehr gut gelaufen. Ich bin sehr froh, dass wir ein Übergreifen des Brandes auf das Wohnhaus verhindern konnten. Es waren genügend Kameraden im Einsatz, sogar die Atemschutzträger konnten nach einer gewissen Zeit ausgetauscht werden", der der Stauchitzer.

Stauchaer Wehr konnte nicht ausrücken

Empört zeigte sich der Anrufer auch über eine angebliche Aussage der Rettungsleitstelle. Dort habe man ihm mitgeteilt, dass es eine Weile dauern könne, bis die Wehren einträfen. Denn tagsüber seien einige nicht einsatzbereit.

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Egal, ob die Aussage so getätigt wurde oder nicht, ist dies eine Tatsache, ein deutschlandweites Problem. Die Feuerwehrleute sind nun mal ehrenamtlich, gehen tagsüber ihrer Arbeit nach, oft weit entfernt vom Wohnort. Auch im konkreten Fall traf das zu. Die Stauchaer Wehr wurde zwar alarmiert, konnte aber nicht ausrücken: "Es war einfach keiner der Kameraden verfügbar", so Heiko Findeisen.

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