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Riesa bekommt zwei neue Brücken

Seit mehr als zwei Jahren sind die beiden Bauwerke notgesichert. Jetzt werden sie ersetzt - aber nicht beide gleichzeitig.

Das Bauwerk 15 ist die Erste von vier Brücken entlang der Poppitzer Landstraße aus Riesa kommend. Die 1935 errichtete Brücke soll 2021 neu gebaut werden.
Das Bauwerk 15 ist die Erste von vier Brücken entlang der Poppitzer Landstraße aus Riesa kommend. Die 1935 errichtete Brücke soll 2021 neu gebaut werden. © KDB

Riesa. Sie sind den Autofahrern auf der Poppitzer Landstraße schon seit Jahren ein Ärgernis: die rot-weißen Plastikelemente, die auf der Strecke Richtung Poppitz an zwei Stellen die Fahrbahn verengen. Seit Anfang 2018 ist das mittlerweile der Fall. Untersuchungen der Stadt hatten danach noch einmal bestätigt: Zwei der vier Brücken an dieser Stelle sind nicht mehr im ausreichenden Zustand.

Jetzt bahnt sich zumindest mittelfristig eine Lösung für die beiden Stellen an. Die beiden Bauwerke 15 und 18 - so bezeichnet das Stadtbauamt die Brücken - sollen neu gebaut werden. Es handelt sich dabei um die Erste und Vierte der vier Brücken. Die mittleren beiden sind in einem besseren Zustand, erklärt Stadtsprecher Uwe Päsler: "Bauwerk 16 wurde im Jahr 2000 umfangreich instandgesetzt, Bauwerk 17 im Jahr 2005 neu gebaut."

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Mitte Juli hatte die Stadt Riesa schließlich den Förderbescheid für die Erste der beiden Brücken bekommen, im November beschlossen die Stadträte dann den Neubau. Etwas weniger als 350.000 Euro soll er kosten. Ursprünglich hatte man im Rathaus darauf gehofft, noch in diesem Jahr bauen zu können. Weil das Fördergeld aber später kam als gedacht, wurde der Startschuss für den Bau noch einmal verschoben. 2021 kann es losgehen, so der Plan. Autofahrer müssen sich dann ab März auf eine Umleitung einstellen, kündigt der Rathaussprecher an. "Die neue Brücke wird in der gleichen Lage wie die alte Brücke gebaut. Deshalb ist es nicht möglich, die alte Brücke erst nachträglich abzureißen. Die Straße wird während der Bauzeit voll gesperrt", so Uwe Päsler. "Entsprechende Umleitungen sind natürlich bereits in Vorbereitung."

Bauwerk Nummer 18 ist ebenfalls mit Leitwandelementen notgesichert. Diese Brücke über die Jahna ist jetzt Thema im Bauausschuss. Vor 2022 wird der Ersatz aber wohl nicht gebaut.
Bauwerk Nummer 18 ist ebenfalls mit Leitwandelementen notgesichert. Diese Brücke über die Jahna ist jetzt Thema im Bauausschuss. Vor 2022 wird der Ersatz aber wohl nicht gebaut. © KDB

Auch die Zweite der beiden Brücken, direkt vor Poppitz, soll auf diese Weise ersetzt werden - aber erst zu einem späteren Zeitpunkt. Im Riesaer Haushalt ist sie erst für das Jahr 2022 eingeplant, zwei Jahre nach Bauwerk 15. Das liegt laut Stadt an den Kosten, die der Neubau mit sich bringen wird. Das bedeutet, dass - je nach Bauzeit - kurz nach der ersten schon die zweite Sperrung der Poppitzer Landstraße folgen würde.

"Natürlich wäre eine 'Großaktion' mit beiden Brücken insofern geeigneter, dass man nur einmal sperren müsste", räumt auch Uwe Päsler auf Nachfrage ein. Das scheitert aber am Geld. "Eigenmittel der Stadt in dieser Größenordnung sind aktuell nicht darstellbar. Vor allem aber hängen die Maßnahmen von den Fördermitteln ab, die zwingend nötig sind, sonst wäre das nicht finanzierbar." Die Mitglieder des Riesaer Bauausschusses wollen sich am Donnerstag mit dem Thema befassen und erste Ingenieurleistungen für den Neubau vergeben.

Es ist nicht die einzige teure Brückeninvestition, die für Riesa im kommenden Jahr ansteht. Auch die Blechbrücke über den Bahnhof soll abgerissen werden; ein Ersatzneubau für sie ist aber nicht geplant. Während diese Fußgängerbrücke als Einzige in Riesa gesperrt ist, finden sich die rot-weißen Leitwände noch andernorts im Stadtgebiet. "Auf der Brücke über die Döllnitz im Zuge der Zaußwitzer Straße sind temporäre Leitwandelemente als passive Schutzeinrichtung für Fahrzeuge gestellt", so Uwe Päsler. "Das Geländer und das darunterliegende Betongesims sind schadhaft. Für diese Brücke sind in der langfristigen Haushaltplanung für 2023 bis 2025 Mittel für eine Instandsetzung eingeplant."

Außerdem seien an der sogenannten Rohrbornbrücke über die Jahna Schäden am Geländer mittels Zaun abgesperrt. Auch diese Brücke will die Stadt eigentlich instandsetzen. "Ein Fördermittelantrag wurde 2018 gestellt. Eine Entscheidung des Fördermittelgebers steht aber noch aus."

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