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Schulweg soll sicherer werden

Zwischen Oschatz und Riesa können Veränderungen an einer der Staatsstraße S 31 kommen. Wenn mehrere Voraussetzungen erfüllt sind.

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. © Dietmar Thomas

Region Riesa. Die Meldung der Landesdirektion Sachsen verspricht Großes: Der Schulweg zwischen Oschatz und der Nachbarstadt Riesa soll sicherer werden. Die nötige Baugenehmigung für das Vorhaben an der S31, den sogenannten Planfeststellungsbeschluss, hat die Behörde jetzt nach eigenen Angaben erlassen.

Damit kann die Straßenbaubehörde, das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), nun die Fahrbahn der Staatsstraße S31 auf gut 1,3 Kilometern zwischen den benachbarten Orten Borna und Schönnewitz der Gemeinde Liebschützberg umfassend sanieren und die Fußwege erweitern. Auch die Bushaltestellen sollen im Zuge der Bauarbeiten barrierefrei gestaltet werden.

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Die Präsidentin der Landesdirektion Sachsen, Regina Kraushaar, wird in der Mitteilung zitiert, sie freue sich, dass mit der Entscheidung mehr Sicherheit auf einer weiteren Ortsdurchfahrt Sachsens möglich sein werde. "Die neuen Gehwege sind ein Gewinn für die Bürger – vor allem für Kinder wird der Schulweg endlich sicherer."

Allerdings lässt die Mitteilung offen, wann die Bauarbeiten starten und der Schulweg damit effektiv sicherer wird. Auf Nachfrage heißt es vom Lasuv, ein Baubeginn könne man "noch nicht belastbar" benennen. Vor einem solchen müssten zunächst Ausführungs- und Ausschreibungsunterlagen aufgestellt werden.

Mehr noch: Der Planfeststellungsbeschluss müsse zunächst noch rechtskräftig werden. Zudem stehe das Vorhaben unter Finanzierungsvorbehalt: Das Land Sachsen muss die nötigen Gelder in seinem Haushalt bereitstellen.

Im Bauprogramm des Landes für Staatsstraßen im Jahr 2021 ist das S-31-Projekt nicht enthalten. Ein Bauprogramm für das nächste Jahr ist noch nicht veröffentlicht.

Was an der S31 gebaut wird, wenn die nötigen rechtlichen und finanziellen Hürden genommen sind, steht allerdings fest: Demnach soll beginnend an der Döllnitzbrücke an der Lonnewitzer Straße im Süden von Schönnewitz die Straße bis zum Ortsausgangsschild von Borna in Richtung Strehla saniert und auf eine Breite von sechseinhalb Metern erweitert werden. An der Kreuzung Lonnewitzer Straße / Große Seite sowie am Ortsausgang von Borna werden laut der genehmigten Planung Kreisverkehre geschaffen.

Um die Sicherheit der Schüler zu erhöhen, sollen der Kreisverkehr an der Schule mit Furten zur besseren Querung ausgestaltet werden. Beidseits der Fahrbahn sollen sich außerdem künftig Gehwege von zweieinhalb Meter Breite finden. Bisher fehlen dort ausreichend abgegrenzte Anlagen für Fußgänger und Radfahrer, heißt es.

Der Planfeststellungsbeschluss wird nach Angaben Landesdirektion in der Gemeinde Liebschützberg öffentlich ausgelegt. Er werde außerdem auf der Internetseite der Landesdirektion Sachsen veröffentlicht. (SZ)

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