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Rechtsstreit verzögerte Riesas wichtigste Baustelle

Die Berliner Straße bleibt noch mehrere Wochen lang gesperrt. Schuld sind nicht nur Untergrund und Wetter, wie die Stadtwerke mitteilen.

Die Baustelle an der Berliner Straße steht offenbar unter keinem guten Stern. Zuletzt mussten die Stadtwerke einen Gerichtsbeschluss erwirken, um voranzukommen.
Die Baustelle an der Berliner Straße steht offenbar unter keinem guten Stern. Zuletzt mussten die Stadtwerke einen Gerichtsbeschluss erwirken, um voranzukommen. © Sebastian Schultz

Riesa. Sie sollte eigentlich schon nach 14 Tagen wieder beendet sein, doch mittlerweile blockiert die Baustelle nahe der Volkshaus-Kreuzung seit reichlich einem Monat die Berliner Straße - und damit die schnellste Verbindung aus Richtung Gröba zur Innenstadt. Gerade hatte die Stadtverwaltung bekannt gegeben, dass sich die Freigabe der wichtigen Straße noch einmal verzögert - und zwar bis 21. Oktober. Aus zwei Wochen Bauzeit werden also voraussichtlich zwei Monate.

Wie die Stadtwerke jetzt mitteilen, hat das nicht nur mit verbauter Schlacke, alten Medienbeständen und starken Regenfällen zu tun. Man habe zusätzlich noch das Baurecht beachten müssen, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Katja Sieber. "Für die Einbindung der neu verlegten Kabel in das bestehende Netz musste an einer Stelle der Zugang erst per Gerichtsbeschluss durchgesetzt werden." Der Energieversorger musste also erst gerichtlich erzwingen, dass Mitarbeiter auch auf ein Grundstück durften. "Auch das führte zu Verzögerungen im Ablaufplan."

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Rechtliche Auseinandersetzungen über den Grundstückszutritt kommen eher selten vor. Dass die Straße gesperrt bleibt, obwohl die Leitungen unter der Fahrbahn schon verlegt sind, hat wiederum Sicherheitsgründe. Fußgängern soll an der Stelle eine sichere Verkehrsführung ermöglicht werden. Die Stadtwerke als Bauherr hätten daher gemeinsam mit der Verkehrsbehörde und dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) entschieden, die Sperrung zu verlängern. (SZ/stl)

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