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Riesa: Teilfreigabe für Eisenbahnbrücke am Freitag

Eine Spezialfirma ist dabei, das Bauwerk zu sichern. Während Fußgänger und Radfahrer es bald wieder nutzen dürfen, müssen sich Autofahrer noch gedulden.

Seit Mittwoch ist eine Spezialfirma an der Nickritzer Bahnbrücke zugange.
Seit Mittwoch ist eine Spezialfirma an der Nickritzer Bahnbrücke zugange. © Eric Weser

Riesa. Die Durchfahrt unter der beschädigten Nickritzer Eisenbahnunterführung soll am Freitagvormittag für Fußgänger und Radfahrer freigegeben werden. Das hat Riesas Oberbürgermeister Marco Müller (CDU) am Donnerstagnachmittag mitgeteilt. "Die Öffnung ist für 10 Uhr geplant", so der Oberbürgermeister.

Müller teilte mit, er habe im Vorfeld persönlich den Kontakt mit der zuständigen Haftpflichtversicherung in Köln aufgenommen, "auf die hohe Brisanz der Angelegenheit hingewiesen und eine rasche Begutachtung und Reparaturfreigabe eingefordert. Das wurde mir zugesichert - und auch eingehalten."

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Zunächst hatte es so ausgesehen, als könnte die Teilfreigabe sogar schon am Donnerstag erfolgen. Dem machten aber technische Probleme am Kran noch kurzfristig einen Strich durch die Rechnung. Zwar ist die Brücke für den unmotorisierten Verkehr wieder gefahrlos nutzbar. Autofahrer werden aber weiter einen Umweg fahren müssen. Er gehe davon aus, dass die Brücke erst nächsten Freitag ausgehoben werden kann, so der OB. Im Anschluss seien noch weitere Arbeiten nötig, ehe die Straße wieder komplett frei ist.

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Die Brücke war bei einem Lkw-Unfall beschädigt worden. In der Stadtratssitzung am Mittwoch hatte CDU-Fraktionschef Helmut Jähnel bereits darauf hingewiesen, was die gesperrte Brücke konkret für die Anwohner bedeutet. Insbesondere Schulkinder, die mit dem Rad nach Riesa wollten, seien dadurch zu einem gehörigen Umweg gezwungen. Auch das Wahllokal in Nickritz wäre zur Bundestagswahl nicht mehr zu Fuß erreichbar, fürchtete Jähnel. Marco Müller hatte in der Sitzung auch den Eigentümer des Bauwerks gelobt: Der habe schon auf eigenes Risiko an der Stelle losgelegt, als die Kostenübernahme durch die Versicherung noch nicht klar war. (SZ/stl)

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