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Wie sich Riesas Baustellen auf den Busverkehr auswirken

Der Bausommer in der Stadt ist noch nicht zu Ende. Das merken auch Busfahrgäste jeden Tag.

Soll noch bis zum 1. Oktober bleiben: die Sperrung an der Berliner Straße in Riesa.
Soll noch bis zum 1. Oktober bleiben: die Sperrung an der Berliner Straße in Riesa. © Sebastian Schultz

Riesa. Noch bis Anfang Oktober soll die Berliner Straße wegen Bauarbeiten gesperrt bleiben. Das merken nicht nur Autofahrer, sondern auch Busfahrgäste: Vier Stadtbuslinien und neun Regionalbuslinien sind von der Sperrung betroffen, wie die Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM) auf Nachfrage von sächsische.de mitteilt.

Glück bei dieser Baustelle: Die Fahrten können "kleinräumig" umgeleitet werden - in diesem Fall fahren die Busse über Kasernenstraße, Friedrich-List-Straße und Brückenstraße zum Busbahnhof. "Hier haben wir durchschnittlich 'nur' ein bis zwei Minuten Mehrfahrzeit zu verzeichnen", sagt Dirk Malolepsky, bei der VGM für die Verkehrsplanung zuständig. "In der Regel wird das im Laufe einer Linie wieder kompensiert."

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Auch die Baustelle Alleestraße, deren Fertigstellung zuletzt mehrfach nach hinten geschoben wurde, wirke sich nur wenig auf die Fahrzeiten der Busse aus: Dort wird die Bus-Umleitung über Kurt-Schlosser-Straße, Merzdorfer Straße, Feldmühlenweg geführt, das bedeutet eine zusätzliche Minute Fahrzeit. Dabei seien vor allem die Stadtbuslinien A1, A2 und D betroffen.

Grundsätzlich werde bei der Umleitungsplanung vorher abgewogen, ob die entstehenden Verspätungen für den Fahrgast und auch den Busfahrer vertretbar sind. "Für den Fahrgast, insbesondere die Schüler, spielen zum Beispiel die Unterrichtszeiten, Arbeitszeiten, Anschlüsse eine wesentliche Rolle, für unsere Fahrer die gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten", sagt der Sachgebietsleiter.

Müssen Umleitungen mangels fehlender Strecken größer geplant werden, wird in der Regel ein Umleitungsfahrplan erstellt. In diesem seien die Mehrfahrstrecke und Mehrfahrzeit bereits eingeplant und abgebildet. Dieser wird dann veröffentlicht.

"Da es jedes Jahr zahlreiche Baumaßnahmen in unserem Bediengebiet gibt, werden Umleitungskilometer schon mit einem festen Kilometersatz jährlich eingeplant. Allerdings stehen dafür weder mehr Personal noch Fahrzeuge zur Verfügung, die vorhandenen Ressourcen müssen ausreichen", sagt Dirk Malolepsky.

Zum Vergleich: Als 2017/18 die Riesaer Bahnhofsstraße zwischen Busbahnhof und B 169 gebaut worden war, bedeutete das für Busse der VGM rund 25.000 Umleitungskilometer pro Monat. Diese Sperrung hatte über Monate nahezu alle Riesaer Stadt- und Regionalbuslinien betroffen. "Da ein Linienbus pro Monat etwa 5.000 Kilometer zurücklegt, sind allein fünf Busse und Fahrer nur für diese Umleitung im Einsatz", hatte der damalige VGM-Chef Rolf Baum 2018 vorgerechnet.

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