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Noch eine Baustelle im Chemiewerk

Wacker profitiert von der guten Baukonjunktur und errichtet in Nünchritz eine weitere Produktionsanlage. Das bringt neue Arbeitsplätze.

In Chemiewerk Nünchritz wird derzeit gebaut. Nun gibt es eine weitere Baustelle.
In Chemiewerk Nünchritz wird derzeit gebaut. Nun gibt es eine weitere Baustelle. © Jörg Richter

Nünchritz. Der Münchner Chemie-Konzern Wacker hat am Standort Nünchritz begonnen, eine Alkoholyse-Lack-Anlage zu bauen. Der Betrieb soll wichtige Vorprodukte für Fassadenfarben und Industriebeschichtungen auf Silikonbasis liefern. Derzeit werden solche Substanzen ausschließlich am Standort Burghausen hergestellt.

Die Anlage soll voraussichtlich Ende 2022 in Betrieb gehen. Wacker investiert dafür rund 30 Millionen Euro. Im Norden des Nünchritzer Chemiewerks legen Bauarbeiter derzeit die Fundamente.

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„Mit der Entscheidung, Silane und Flüssigharze künftig auch in Nünchritz herzustellen, können wir künftig noch flexibler auf die Wünsche unserer Kunden reagieren“, sagt Wacker-Vorstandsmitglied Auguste Willems. Von der Investition profitieren sowohl das Werk Nünchritz als auch der Produktionsverbund in Burghausen. Wegen der hohen Nachfrage lief die bestehende Anlage bereits unter Volllast. „Die Alkoholyse-Lack-Anlage in Nünchritz schließt Stoffkreisläufe und erhöht die Verfügbarkeit wichtiger Zwischenprodukte. Damit verbessern wir die Versorgungssicherheit im gesamten Produktionsverbund“, betont Willems.

Investition in die Zukunft

Die gute Baukonjunktur und der Bedarf nach hochwertigen Industriebeschichtungen hat in den letzten Jahren zu einer steigenden Nachfrage nach silikonbasierten Bauprodukten und Bindemitteln geführt. „Unser Geschäft mit solchen Spezialitäten ist hochprofitabel“, betont Dr. Robert Gnann, Leiter des Geschäftsbereichs Wacker Silicones. „Noch ist es zu früh, über darüber hinausgehende Kapazitätserweiterungen zu sprechen. Klar ist aber: Diese Investition ist eine wichtige Grundlage für zukünftiges Wachstum. Die Maßnahme zeigt, dass wir fest entschlossen sind, unsere Marktposition zu festigen und weiter auszubauen.“

Errichtet wird die Alkoholyse-Lack-Anlage auf dem Areal eines ehemaligen Tanklagers unweit des ebenfalls im Bau befindlichen Hybridpolymerbetriebs. Wie bereits gemeldet, werden dort ab Ende nächsten Jahres silanterminierte Hybridpolymer-Bindemittel für Hochleistungsklebstoffe hergestellt. „Uns war es wichtig, die neue Anlage in die bestehende Bebauung zu integrieren und die vorhandene Infrastruktur bestmöglich zu nutzen“, sagt Werkleiterin Dr. Jutta Matreux. Dass Nünchritz den Zuschlag für die Investition erhielt, begrüßt die Managerin nachdrücklich. „Das hilft uns auch, Arbeitsplätze zu sichern.“ Wacker schafft durch die jüngsten Investitionsmaßnahmen am Standort Nünchritz rund 50 neue Arbeitsplätze.

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