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Wie lange fehlt noch die Gröditzer Schranke?

Seit einem Verkehrsunfall wird der Bahnübergang am Waldweg per Hand geöffnet und geschlossen. Warum die Reparatur sich verzögert.

Der Bahnübergang zum Eichenhain Gröditz wird wohl noch eine Zeit lang eine Notlösung sein.
Der Bahnübergang zum Eichenhain Gröditz wird wohl noch eine Zeit lang eine Notlösung sein. © Jörg Richter

Gröditz. Das ist sicherlich kein Vergnügen. Seit Wochen stehen Männer in orangefarbenen Arbeitsanzügen am Gröditzer Bahnübergang am Waldweg. Sie sind angeheuert worden, um die Schranken zu ersetzen. Mit roten-weißen Bändern versperren sie den Bahnübergang, wenn ein Zug kommt, und räumen sie zur Seite, wenn er wieder weg ist. Und das bei Wind und Wetter.

So geht das nun schon seit Anfang August. Denn so lange ist die Schranke, die zum Fußballplatz des TSV Blau-Weiß Gröditz und in die Wohnsiedlung am Eichenhain führt, bereits kaputt. Damals war ein 79-Jähriger mit seinem Seat aus unbekanntem Grund gegen die geschlossene Schranke gefahren und verursachte einen Schaden, der ursprünglich mit 13.000 Euro beziffert wurde. Gegen den Unfallverursacher wird nach wie vor ermittelt.

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"Seit dem Unfall haben zwei Spezialfirmen nacheinander versucht, diesen Schrankenbaum zu schweißen", sagt Bahnsprecher Jörg Bönisch. "Leider hat sich herausgestellt, dass der Schrankenbaum so zerstört wurde, dass eine Reparatur durch Schweißen nicht möglich ist." Es muss ein maßgenauer Schrankenbaum neu angefertigt und mit der nötigen Technik ausgerüstet werden. "Wir rechnen gegenwärtig mit einem Liefertermin Ende Oktober", so Bönisch.

Da die technische Anlage der Schranke zerstört ist, müssen seit dem Unfall sogenannte Bahnübergangsposten für die erforderliche Sicherheit sorgen. Diese Arbeit wird von besonders ausgebildeten und zertifizierten Mitarbeitern von Drittfirmen im Auftrag der DB Netz AG erledigt. Die Postensicherung erfolgt rund um die Uhr. Also auch nachts.

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