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Ausbildungsmarkt trotzt Corona

Die Pandemie hat sich bisher kaum auf die Zahl der Stellen im Landkreis Meißen ausgewirkt, heißt es. Trotzdem warnt der Chef der Arbeitsagentur die Unternehmen.

Ausbildungsszene im Qualifizierungszentrum Riesa. Bisher wirkt sich Corona noch nicht weiter auf den Ausbildungsmarkt aus, heißt es. Trotzdem geht die Zahl der Stellen spürbar zurück.
Ausbildungsszene im Qualifizierungszentrum Riesa. Bisher wirkt sich Corona noch nicht weiter auf den Ausbildungsmarkt aus, heißt es. Trotzdem geht die Zahl der Stellen spürbar zurück. © Sebastian Schultz

Riesa. Die Zahl der Ausbildungsstellen in der Region ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht zurückgegangen. Das teilt die Agentur für Arbeit Riesa mit. Waren von Oktober 2018 bis September 2019 noch etwas mehr als 1.500 Stellen gemeldet, so waren es im gerade abgelaufenen Ausbildungsjahr nur noch 1.419. Das sei ein Rückgang um 5,8 Prozent. 

Mit der Pandemie habe das bisher aber wenig zu tun, hält der Geschäftsführer der Agentur für Arbeit, Thomas Stamm, fest: "Die Corona-Pandemie hat auf dem Ausbildungsmarkt bisher nur wenige Spuren hinterlassen. Das Minus von knapp 100 Stellen ist nicht allein auf die wirtschaftlichen Einschränkungen in Folge der Corona-Pandemie zurückzuführen." Bereits im März habe die Agentur einen Rückgang bei den gemeldeten Lehrstellen verzeichnet - einen Abschwung hat es also schon zuvor aus anderen Gründen gegeben. 

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Verkäuferausbildung ist am gefragtesten

Offen ist ohnehin, wie sich die Zahlen in Zukunft weiter entwickeln. Für Thomas Stamm ist der Rückgang Grund genug, an die Wirtschaft zu appellieren: "Mir ist bewusst, dass die Unternehmen unserer Region mit zahlreichen wirtschaftlichen Unsicherheiten konfrontiert sind. Jedoch ist es aus meiner Sicht keine Option, auf Ausbildung zu verzichten. Bereits vor Corona war der Fachkräftebedarf ein großes Thema und die Ausbildung junger Menschen ist eine Quelle zur Deckung des Bedarfes." 

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Auf dem Ausbildungsmarkt gibt es eine Entwicklung, die so kaum zu erwarten war.

Von den 1.426 gemeldeten Bewerbern um einen Ausbildungsplatz haben im zurückliegenden Jahr nur 27 keine Stelle oder eine Alternative gefunden, so Stamm. Am gefragtesten war dabei die Verkäuferausbildung, gefolgt von Kaufmann oder Kauffrau im Einzelhandel und der Fachlageristen-Ausbildung. In diesen Berufen wurden gleichzeitig auch die meisten Ausbildungsstellen angeboten. (SZ)

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