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Kita-Plätze für Riesaer Stahlwerker-Kinder

Der "Pfiffikus" in Riesa öffnet künftig eher, damit Eltern ihr Kind noch vor Beginn der Schicht in die Kita bringen können. Eine Kooperation macht's möglich.

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Die Sportkita Pfiffikus hält künftig Plätze für Mitarbeiter von Feralpi vor - und öffnet auch zeitiger.
Die Sportkita Pfiffikus hält künftig Plätze für Mitarbeiter von Feralpi vor - und öffnet auch zeitiger. © Foto: Weser/Weihs

Riesa. Die Schichtarbeit im Riesaer Stahlwerk ist nicht immer einfach mit der Kindererziehung unter einen Hut zu bringen, das hatte Feralpis Personaldirektor Kai Holzmüller erst kürzlich in einem Gespräch anlässlich des Weltfrauentags angedeutet.

Anfang März deutete sich aber schon eine Lösung an, sagte er - jetzt kann Holzmüller Vollzug melden. 15 Plätze in der Kita Pfiffikus sind von nun an für Kinder reserviert, bei denen mindestens ein Elternteil im Stahlwerk arbeitet. Außerdem bietet die vom SC Riesa betriebene Einrichtung erweiterte Öffnungszeiten an. Damit können die Kinder auch für die um 6 Uhr beginnende Schicht rechtzeitig in die Kita gebracht werden, heißt es in einer Mitteilung von Feralpi.

Träger der Kita Pfiffikus an der Freitaler Straße ist der SC Riesa. Das passe einfach perfekt, sagen der Personalchef und auch Werksdirektor Uwe Reinecke: "Das Engagement beim SC Riesa ist als Gesamtkonzept zu betrachten", erklärt Reinecke. "Wir sind ein fest in Riesa verwurzeltes Unternehmen und wollen uns hier in der Region engagieren. Es macht Sinn, schon bei den Kleinen damit anzufangen und nicht nur regionale Sportvereine, sondern auch unsere bestehenden sowie potenziellen Mitarbeiter zu unterstützen."

"Eine lebenswerte Kommune kümmert sich um Kinder"

Im Zuge der jetzt geschlossenen Kooperationsvereinbarung kann sich die Kita über zusätzliche Mittel in Höhe von 15.000 Euro freuen. "Die Kita kann jetzt mehr Pädagogen einstellen, die die frühkindliche Entwicklung unterstützen und die Kinder im Vorschulbereich noch besser als vorher schon auf die Schulzeit vorbereiten können", erklärt Corina Engler, die als Verwaltungsleiterin beim SC auch für die Kita "Pfiffikus" zuständig ist.

Die Kindertagesstätte lege besonderen Wert auf die motorische, persönliche, soziale und kognitive Entwicklung der Kinder. "Für uns steht die Bewegungsfreude und das Kind mit seinen individuellen Potenzialen im Zentrum unserer Arbeit – Bildung und Erziehung durch Bewegung ist unsere Devise", sagt Corina Engler.

Von links nach rechts: Feralpi-Personaldirektor Kai Holzmüller, Sportclub-Präsidentin Annkathrin Aurich., Feralpi-Werksdirektor Uwe Reinecke, sowie SC-Geschäftsführerin Katja Hänchen und -Vizepräsident Sebastian Lohse.
Von links nach rechts: Feralpi-Personaldirektor Kai Holzmüller, Sportclub-Präsidentin Annkathrin Aurich., Feralpi-Werksdirektor Uwe Reinecke, sowie SC-Geschäftsführerin Katja Hänchen und -Vizepräsident Sebastian Lohse. © PR/ESF

Die 15.000 Euro an zusätzlichen Mitteln werden laut Feralpi-Mitteilung generell für die Vereinsarbeit genutzt, "allerdings immer mit dem Fokus auf der Förderung von Kindern und Jugendlichen". Feralpi-Personaldirektor Kai Holzmüller hofft, dass das verbesserte Betreuungsangebot auch ein zugkräftiges Argument für potenzielle Fachkräfte wird.

Das Engagement reihe sich jedenfalls ein in das soziale Engagement des Unternehmens. "Eine lebenswerte Kommune bietet zum einen attraktive Jobs, zum anderen aber natürlich auch lebenswerte Rahmenbedingungen für die ganze Familie", so das Unternehmen. "Und dazu gehört ganz klar die Betreuung von Kindern und ein breites Freizeitangebot", betont Kai Holzmüller. (SZ)