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Neways bestätigt Stellenabbau

250 Stellen will der Elektronikkonzern abbauen - die meisten davon in Deutschland. Auch Entlassungen seien unvermeidlich, heißt es.

Neways Electronics will 250 Stellen abbauen - den Großteil davon in Deutschland. Wie stark der Riesaer Standort (Foto) betroffen sein wird, ist noch offen.
Neways Electronics will 250 Stellen abbauen - den Großteil davon in Deutschland. Wie stark der Riesaer Standort (Foto) betroffen sein wird, ist noch offen. © Foto: Lutz Weidler

Riesa/Son. Neways Electronics wird Ende des Jahres rund 250 Arbeitsplätze einsparen. Das hat der Konzern am Donnerstag mitgeteilt. Der Meldung zufolge wird ein Großteil dieser Stellen an den deutschen Standorten wegfallen. "Durch die gesunkene Nachfrage im Automotive-Sektor aufgrund der Pandemie wird die Produktionsbesetzung in Deutschland strukturell nach unten korrigiert", heißt es in der Mitteilung. "Die Vorbereitung der Pläne für diese Anpassungen wurden im Zuge der Halbjahreszahlen angekündigt und eingeleitet."

Bereits im September hatte Neways auf Nachfrage bestätigt, dass man wohl Stellen einsparen müsse. Zahlen nannte das Unternehmen damals nicht, intern wurde nach SZ-Informationen ein Stellenabbau um 190 Mitarbeiter kommuniziert - etwa ein Viertel der rund 800 Mitarbeiter vor Ort. Auch in der aktuellen Mitteilung ist noch nicht die Rede von konkreten Standorten. Neben Riesa betreibt Neways Electronics noch ein Werk im saarländischen Neunkirchen sowie einen Entwicklungsstandort in Erfurt.

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Von dem Stellenabbau erhofft sich der Newayskonzern Kosteneinsparungen, die "ab 2022 vollumfänglich in den Ergebnissen sichtbar sein" werden, heißt es weiter in der Mitteilung des börsennotierten Unternehmens. Der Hauptgeschäftsführer des Konzerns, Eric Stodel, begründet die Maßnahmen in erster Linie mit der seit Anfang 2020 schwächelnden Nachfrage aus der Automobilindustrie. "Wir erwarten, dass die Umsätze bei Automotive nicht sofort wieder auf das Niveau ansteigen werden, das wir vor der Pandemie hatten. Das wirkt sich auch auf die Produktionsvolumen aus, vor allem im Automotive-Sektor."

Gespräche mit Betriebsräten laufen

Stodel bezeichnete den Stellenabbau als "einschneidende Maßnahme, insbesondere angesichts der enormen Widerstandsfähigkeit, die unsere Mitarbeiter gerade in den vergangenen Monaten an den Tag gelegt haben. Der Abschied von Mitarbeitern schmerzt. Aber er ist ein notwendiger Schritt, um auch langfristig konkurrenzfähig zu bleiben und als Gruppe wieder stärker wachsen zu können." Die Vorbereitungen für den Arbeitsplatzabbau an den einzelnen Standorten laufen laut Mitteilung bereits. "Der Erwartung nach sind Entlassungen hierbei unvermeidlich. Neways hat die Betriebsräte in Deutschland und in den Niederlanden in Kenntnis gesetzt und entsprechende Gespräche aufgenommen."

Während der Konzern in Deutschland vor allem Personalkosten einsparen will, sollen in den Niederlanden zwei Tochtergesellschaften neu ausgerichtet werden, heißt es weiter. (SZ)

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