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Neways vermeldet Auftragsplus

Vor allem den Riesaer Standort hatte die Krise im Automobilsektor hart getroffen. Warum der Konzern trotz Pandemie von Erholung bis 2022 spricht.

Der Standort von Neways Electronics in Riesa. Das Unternehmen hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Nun geht es offenbar wieder aufwärts.
Der Standort von Neways Electronics in Riesa. Das Unternehmen hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Nun geht es offenbar wieder aufwärts. © Foto: Lutz Weidler

Riesa/Son. Für Neways hat sich die Auftragslage in den ersten Monaten des Jahres verbessert. Im Zuge seines Quartalsberichts teilte der Konzern jetzt mit, der Auftragsbestand sei gegenüber dem vierten Quartal 2020 um gut ein Fünftel gestiegen.

Grundsätzlich sehe man weiteres Wachstum oder zumindest eine Erholung in allen Sektoren, heißt es in der Presseerklärung. Das betrifft auch die Automobilbranche. Nachdem vor allem dort die Auftragslage 2020 stark eingebrochen war, verzeichnete Neways nun deutlich mehr Aufträge. Das Unternehmen führt diese Situation vor allem auf den Mangel von Automobilteilen zurück. Weil Kunden damit gerechnet hatten, hätten sie ihre Aufträge teils früher erteilt. Wohl auch deshalb kann Neways gegenüber dem Vorjahr ein deutliches Plus an neuen Aufträgen vermelden.

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Neways-Chef dämpft Erwartungen

"Wir sind gut in das Jahr 2021 gestartet", bilanziert Neways-Chef Eric Stodel. Der Umsatz sei gegenüber dem vierten Quartal 2020 gestiegen, auch die Erholung im Automobilbereich sei "deutlich sichtbar". Dennoch sieht Stodel auch Unsicherheiten. Der Hauptgeschäftsführer erwartet, "dass der weltweite Mangel an Komponenten die Auftragsausführung und Umsatzentwicklung im Automobilbereich in nächster Zeit deutlich bremsen wird. Dabei spielt auch eine Rolle, dass sich das Segment der E-Mobilität erst noch etablieren muss." Der Vorstand gehe davon aus, dass sich Neways bis 2022 vollständig von den Auswirkungen der Pandemie erholen kann.

Die Krise im vergangenen Jahr war für den Konzern und insbesondere seinen Standort in Riesa nicht folgenlos geblieben. Erst im März war bekannt geworden, dass etwa 100 Stellen abgebaut werden müssen, um Kosten zu sparen. In der Quartals-Pressemitteilung des Konzerns heißt es, die Reorganisationsmaßnahmen, zu denen auch der Abbau von Produktionspersonal in Riesa gehörte, stünden kurz vor dem Abschluss. Mit dieser und weiteren Maßnahmen werde man jährlich rund acht Millionen Euro einsparen. Außerdem kündigte der Konzern ein Verbesserungsprogramm für die deutschen Standorte an, um besser auf Veränderungen in der Marktnachfrage reagieren zu können. Welche Maßnahmen dieses Programm enthalten soll, wurde dabei noch nicht präzisiert. (SZ/stl)

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