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Postkarten-Aktion für B-169-Ausbau

Riesas Wirtschaftsforum will auch im Bundestagswahlkampf auf die Umsetzung von Bundesstraßen-Projekten drängen – und hofft dabei auf Hilfe von Bürgern.

Schneller auf dem Mond, als auf der Autobahn? Die aktuelle Karte des Riesaer Wirtschaftsforums.
Schneller auf dem Mond, als auf der Autobahn? Die aktuelle Karte des Riesaer Wirtschaftsforums. © Sebastian Schultz

Riesa. Erst vor wenigen Tagen haben die Multimilliardäre Richard Branson und Jeff Bezos mit ihren Flügen ins All weltweit von sich Schlagzeilen gemacht. Nicht wenige sehen den Ausflug der beiden Superreichen als Vorboten für einen künftig für viele erschwinglichen Weltraumtourismus. In gewisser Weise scheint die aktuelle Postkarten-Aktion des Vereinigten Riesaer Wirtschaftsforums daran mit ihrem Motiv anzuknüpfen. „Eher bin ich mal auf dem Mond, als mit dem Auto auf der B 169 von Riesa bis zur A 14 oder A 13 ...“, heißt es auf der Vorderseite. Beißender Spott.

Denn seit Jahren, teils Jahrzehnten, lässt der Ausbau der Bundesstraßen in der Region auf sich warten. „Bin ich in Sachsen oder auf dem Mond?“, heißt es auf der Rückseite der Karte.Mit seinem Protestschreiben will das Wirtschaftsforum, in dem hiesige Kommunen und Unternehmen organisiert sind, einmal mehr auf die Umsetzung der Straßenbauprojekte an B 169, B 98 und B 182 drängen. Die Vorhaben sind oft seit Jahren in Aussicht gestellt – stecken aber in scheinbar endlosen Planungen fest.

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Viele Akteure – ein Ziel: Etliche Gemeindechefs, Wirtschaftsvertreter und die Sprecher des Riesaer Wirtschaftsforums Matthias Mückel (l.) und Kurt Hähnichen (3.v.r.) wollen, dass die Bundesstraßenprojekte in der Region vorankommen.
Viele Akteure – ein Ziel: Etliche Gemeindechefs, Wirtschaftsvertreter und die Sprecher des Riesaer Wirtschaftsforums Matthias Mückel (l.) und Kurt Hähnichen (3.v.r.) wollen, dass die Bundesstraßenprojekte in der Region vorankommen. © Sebastian Schultz

Weil der Bundestagswahlkampf ansteht, hat das Wirtschaftsforum die Zahl der Protestkarten diesmal verzehnfacht: Statt wie sonst rund 600 Stück im Quartal an Politiker und weitere Entscheider zu senden, sollen es diesmal mehr als 6.000 sein. Unter den Adressaten unter anderem: Sachsens MP Michael Kretschmer (CDU), Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Ebenso die Kanzlerkandidaten von CDU und Grünen, Armin Laschet und Annalena Baerbock. Aber auch die Bewerber für das Meißner Bundestags-Direktmandat im Wahlkreis Meißen sollen die Post aus der Region erhalten.

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Damit die Aktion die nötige Wirkung in der Breite entfaltet, hoffen Sprecher und Mitglieder des Wirtschaftsforums auch auf Unterstützung aus der Bevölkerung. „Wir rufen alle Bürger auf, an der Kartenaktion teilzunehmen, um zu zeigen, dass wir auf die Straßen warten – dass wir sie brauchen und dass sie für Einwohner und Wirtschaft lebensnotwendig sind“, so der Stauchitzer Bürgermeister Dirk Zschoke (parteilos).Neben ihm waren am Donnerstag etliche weitere Bürgermeister in den Riesaer Handelshof gekommen, um sich hinter die Postkarten-Aktion zu stellen. Darunter Riesas OB Marco Müller (CDU), der Zeithainer Gemeindechef Mirko Pollmer (BIG), Jörg Jeromin (FWG) aus Strehla sowie Gerd Barthold (CDU) aus Nünchritz und Hans-Joachim Weigel (parteilos) aus Schönfeld. (SZ)Wer die Aktion unterstützen möchte, kann sich an sein örtliches Rathaus wenden.

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