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Riesas OB hofft auf Grünes Licht für B 169

Er sei "vorsichtig optimistisch", was die Pläne für die Straße angehen, sagt Marco Müller. Die Anbindung könnte auch neue Unternehmen anziehen.

Riesas Oberbürgermeister Marco Müller ist "vorsichtig optimistisch", was den Weiterbau der B 169 angeht.
Riesas Oberbürgermeister Marco Müller ist "vorsichtig optimistisch", was den Weiterbau der B 169 angeht. © Sebastian Schultz

Riesa. Wann wird der nächste Abschnitt der neuen B 169 gebaut? Nach jahrelanger Debatte wagt dazu kaum ein Verantwortlicher eine konkrete Prognose. Riesas Oberbürgermeister Marco Müller (CDU) hat nun im Gespräch erklärt, er habe die Hoffnung, dass das Vorhaben nach Jahren der Stagnation endlich wieder vorangeht. "Wir sind bei der B 169 jetzt in einer Phase, in der ich vorsichtig optimistisch bin, dass wir im ersten Quartal vielleicht einen Planfeststellungsbeschluss erhalten", sagte Müller am Rande eines Interviews vor Weihnachten.

Vor allem für die Wirtschaft wären das gute Nachrichten. Wie Müller auch mitteilte, sei die Straßenanbindung ein kritischer Faktor für viele Unternehmen, die Riesa als Industrie- und Gewerbestandort in Betracht ziehen. "Die fehlende Autobahnanbindung über die Bundesstraße ist für viele Anfragen, die ich erhalte, ein negatives Kriterium, weil das nicht zur eigentlich großen Leistungsfähigkeit der Stadt passt", so der Oberbürgermeister. "Wir haben eine super Anbindung mit der Schiene, haben den Hafen, aber keine Straßenanbindung, die den Ansprüchen gerecht wird."

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Trotz Corona gab es Anfragen

Platz für neue Unternehmen wäre in der Stadt noch genug. Es gebe noch ein paar Reserven, das Gewerbegebiet an der Glogauer Straße sei beispielsweise etwa zur Hälfte ausgelastet. Bisher fanden dort überwiegend Umzüge alteingesessener Riesaer Unternehmen statt, die sich erweitern wollten. Neuansiedlungen im eigentlichen Sinne gab es nicht.

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Ein Treffen im Herbst soll die Planung entscheidend voranbringen. Ein Problem allerdings bleibt.

Dabei gab es laut Marco Müller auch im Corona-Jahr 2020 regelmäßige Anfragen. "Aber wir reden da in Deutschland auch in Zeitschienen von fünf bis zehn Jahren", sagt er mit Blick auf die oft langen Vorlaufzeiten. Riesas Oberbürgermeister sieht in dem Zusammenhang die Notwendigkeit, das Planungsrecht zu beschleunigen. "Wir sind ein Rechtsstaat, das ist auch gut. Aber wir müssen die Individualinteressen in Abwägung bringen zu den allgemeinen Interessen - und womöglich die Möglichkeiten für Rechtsmittel straffen." Eine Forderung, die auch mancher B-169-Befürworter teilen würde.

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