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Riesa

Warum Feralpi eine weiße Fahne hisst

Der Riesaer Stahlhersteller sieht sich als ein Vorreiter beim Umweltschutz - und zeigt das auch.

Diese Fahne wurde am Montag vor dem Riesaer Stahlwerk gehisst. Sie steht für ein Umwelt-Siegel, das in Deutschland nur zwei Stahlwerke tragen: das in Riesa und eines am Rhein.
Diese Fahne wurde am Montag vor dem Riesaer Stahlwerk gehisst. Sie steht für ein Umwelt-Siegel, das in Deutschland nur zwei Stahlwerke tragen: das in Riesa und eines am Rhein. © Feralpi Stahl

Riesa. Vor dem Riesaer Stahlwerk wurde diese Woche stolz eine weiße Fahne gehisst. Sie trägt die Buchstaben "EMAS". Das Kürzel steht für "Eco-Management and Audit-Scheme" - zu Deutsch Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung. Das europäische Siegel ist gerade 25 Jahre alt geworden, daran wollen der Deutsche Industrie- und Handelskammertag und die Geschäftsstelle des Umweltgutachterausschusses erinnern.

Feralpi Stahl beteiligt sich mit der Fahne, deren Fotos unter den Hashtags #ecoflagship und #EMAS auf den sozialen Netzwerken geteilt werden. Wie das Unternehmen mitteilt, gebe es neben Feralpi Stahl nur noch ein einziges weiteres Stahlwerk in Deutschland, das nach diesem Standard zertifiziert ist. Laut dem EMAS-Register der IHK sind das die Badischen Stahlwerke in Kehl am Rhein. In der Region tragen beispielsweise auch das BMW-Werk in Leipzig oder der Campus der TU Dresden das Siegel.

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Im Riesaer Stahlwerk von Feralpi Stahl wird aus Schrott neuer Baustahl hergestellt. Transportiert werden die Erzeugnisse per Bahn - aber auch per Lkw.
Im Riesaer Stahlwerk von Feralpi Stahl wird aus Schrott neuer Baustahl hergestellt. Transportiert werden die Erzeugnisse per Bahn - aber auch per Lkw. © Sebastian Schultz

Um das EMAS-Siegel zu erhalten, wurde Feralpi Stahl in einem viertägigen Verfahren durch vier unabhängige Umweltgutachter geprüft. Das Siegel stehe für einen betrieblichen Umwelt- und Klimaschutz, der über den gesetzlich geforderten Standard hinausgeht. "Feralpi Stahl investiert fortlaufend in die beste verfügbare Technik, um Emissionswerte dauerhaft unterhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte zu halten", so der Riesaer Stahlersteller.

„Für uns ist diese Form des Engagements eine Selbstverständlichkeit“, erläutert Christian Dohr, Werksdirektor von Feralpi Stahl. Man übernehme Verantwortung für Mensch und Umwelt und wolle zugleich wirtschaftlich erfolgreich handeln - das sei Unternehmensphilosophie. "Wir arbeiten weiterhin an innovativen Produktionsverfahren und Recyclingmöglichkeiten, um langfristig Energie einzusparen und unsere Emissionen zu reduzieren.“ 

Der Stahlhersteller wurde bereits 2018 in die Exzellenzinitiative „Klimaschutz-Unternehmen“ aufgenommen – nur zwei Mal im Jahr werden Unternehmen Teil dieser Initiative. Sie müssen vorher in einem Aufnahmeverfahren ihre Klimaschutzleistungen unter Beweis stellen. (SZ/csf)

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