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Die ersten Plakate hängen

In Zeithain haben die Bürgermeister-Kandidaten mit dem Kampf um die Wählergunst begonnen. So wollen sie Stimmen sammeln.

Die BIG Zeithain hat am Sonntag die Wahlplakate mit ihrem Kandidaten Mirko Pollmer in den Orten verteilt, so wie hier auf dem Dorfplatz in Röderau.
Die BIG Zeithain hat am Sonntag die Wahlplakate mit ihrem Kandidaten Mirko Pollmer in den Orten verteilt, so wie hier auf dem Dorfplatz in Röderau. © Klaus Dieter Bruehl

Zeithain. Lächeln können beide. Egal ob traditionell vom Wahlplakat oder eher modern per Wahlwerbung in hiesigen Facebook-Gruppen. Mirko Pollmer und Mathias Busse sind angetreten, um sich für die Nachfolge des ehemaligen Zeithainer Bürgermeisters Ralf Hänsel (parteilos) zu bewerben.

Am vergangenen Donnerstag ging die Frist zu Ende, um als Kandidat nominiert zu werden. Als Erstes hatte die Bürgerinteressengemeinschaft Gemeindegebiet Zeithain (BIG) Mirko Pollmer vorgeschlagen. Das war Anfang Dezember. Noch vor Weihnachten schickte der Zeithainer CDU-Ortsverband "Gohrisch Heide" Mathias Busse ins Rennen.

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Jetzt steht fest, dass es bei diesen beiden Kandidaten geblieben ist. Sowohl die FDP als auch Die Linke verzichten auf einen eigenen Bewerber. Und es gab auch niemanden, der versucht hätte, mit Hilfe von 60 Unterstützungsunterschriften für die Bürgermeisterwahl zugelassen zu werden. Das wäre notwendig gewesen, wenn er oder sie nicht von einer Gruppierung aus dem aktuellen Zeithainer Gemeinderat nominiert wird.

"Gemeinsam für Zeithain" ist das Motto, mit dem der CDU-Bewerber Mathias Busse in den sozialen Medien für sich wirbt.
"Gemeinsam für Zeithain" ist das Motto, mit dem der CDU-Bewerber Mathias Busse in den sozialen Medien für sich wirbt. © CDU-Ortsverband Gohrisch Heide

So heißt nun das Duell: Pollmer gegen Busse. Der Gemeindewahlausschuss unter Vorsitz des Zeithainer Bauamtsleiters Holger Koßwig hat beide Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 18. April zugelassen. Damit ist auch klar, dass es mit aller größter Wahrscheinlichkeit keiner Nachwahl bedarf. Wer mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen auf sich vereint, wird in den nächsten sieben Jahren als hauptamtlicher Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde Zeithain leiten.

Beide Kandidaten legen sich sofort ins Zeug. Als Erste hat die BIG Zeithain Wahlplakate mit dem Konterfei von Mirko Pollmer aufgehängt. Sie wirbt für ihn mit den Worten "Fachkompetent – Aus unserer Mitte – Zukunftsorientiert". Immerhin ist der promovierte Wirtschaftspädagoge, der unter anderem auch schon für den Zentralverband des Deutschen Handwerks in Berlin arbeitete, ein Promnitzer. Gerade darauf legt der BIG-Vorsitzende und derzeit kommissarisch amtierende Zeithainer Bürgermeister Dieter Wamser Wert. "Für uns war die Tatsache wichtig, dass er von hier ist", sagt er.

Das trifft aber auch auf den CDU-Kandidaten Mathias Busse zu. Der gebürtige Eilenburger wohnt seit 1994 in der Gemeinde Zeithain, genauer gesagt in Gohlis. Der 56-Jährige nutzt das Internet, um sich dort den socialmedia-affinen Wählern vorzustellen. Auf seiner Facebook-Seite erfahren sie, dass der Kraftfahrzeugmeister seit 1991 in leitender Position im Autohaus Bruno Widmann arbeitet, seit elf Jahren am Standort Zeithain.

Videokonferenz mit Mathias Busse

Über das Soziale Netzwerk Facebook und den Chat-Dienst WhatsApp wirbt der CDU-Ortsverband für eine Videokonferenz am 10. März mit Mathias Busse. Denn wegen der Corona-Pandemie sei es ihm momentan nicht möglich, sich bei öffentlichen Versammlungen vorzustellen, schreibt Zeithains CDU-Ortsverbandsvorsitzender Jörg Runow. Allen Interessierten soll die Möglichkeit gegeben werden, ihre Fragen an Busse im Rahmen der Video-Konferenz zu stellen. Sie sollen sich dafür per E-Mail anmelden. Dann erhalten sie einen Link zur Konferenz.

Eine ähnliche Internet-Videokonferenz mit Mirko Pollmer hat die BIG Zeithain momentan noch nicht geplant. "Damit erreicht man nur wenige Leute", sagt Dieter Wamser. Außerdem gebe es in den Dörfern nicht überall die gleichen technischen Voraussetzungen. Deshalb seien persönliche Gespräche wichtiger. "Zum Glück darf man ja noch 1:1 miteinander reden", so der BIG-Vorsitzende.

Davon werden Pollmer und Busse bis zum 18. April noch öfters Gebrauch machen. Wie sie auf ihren Facebook-Seiten berichten, hat es die ersten Gespräche über den Ladentisch beim Bäcker in Röderau und im Stall bei Kreinitzer Landwirten gegeben.

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