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Riesaer Firma baut in ganz Deutschland

Ob Hamburg oder Berlin – HNT ist in vielen Großstädten unterwegs. Und will weiter wachsen.

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© Archiv/Robert Michael

Von Stefan Lehmann

Riesa. Die Firmenzentrale von HNT liegt einigermaßen abgeschieden an der Gutenbergstraße im Stadtteil Weida. Wer hier vorbeifährt, glaubt kaum, dass auf dem Gelände die nach eigenen Angaben größte Betonbohr- und Sägefirma der Branche beheimatet ist. „In Riesa sieht man uns fast nicht“, sagt Volker Wittig. Er ist Geschäftsführer der „HNT Handelsgesellschaft für Diamantwerkzeuge“, wie das im April 1992 gegründete Unternehmen mit vollem Namen heißt. „Am Anfang waren wir sechs Mitarbeiter“, erzählt Wittig. Auch der Firmenstandort war damals noch ein anderer. Zunächst auf der Alleestraße beheimatet, öffnete noch im Gründungsjahr auch ein Verkaufsgeschäft.

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Erfahrung, Wissen und ein super Team. Bis zum heutigen Erfolg war es eine lange, lehrreiche Reise, die sich nun in verschiedenen Abteilungen widerspiegelt und seinen Kunden Einrichtungs- und Wohnträume verwirklicht.

.. der Hauptstadtflughafen in Berlin-Schönefeld ...
.. der Hauptstadtflughafen in Berlin-Schönefeld ... © Archiv/dpa
.. oder das World Trade Center in Dresden : Mittlerweile gibt es kaum ein größeres Gebäude in Deutschland, an dem die Mitarbeiter der Riesaer Firma HNT nicht mitgearbeitet hätten. Das Unternehmen bohrt und sägt auf den Baustellen die Schächte für Lüftung,
.. oder das World Trade Center in Dresden : Mittlerweile gibt es kaum ein größeres Gebäude in Deutschland, an dem die Mitarbeiter der Riesaer Firma HNT nicht mitgearbeitet hätten. Das Unternehmen bohrt und sägt auf den Baustellen die Schächte für Lüftung, © Archiv/André Wirsig
Ein HNT-Mitarbeiter bei der Arbeit am Bohrer.
Ein HNT-Mitarbeiter bei der Arbeit am Bohrer. © HNT
Volker Wittig, Geschäftsführer von HNT.
Volker Wittig, Geschäftsführer von HNT. © Sebastian Schultz

Auch heute verkauft HNT noch Diamantwerkzeug und Gartentechnik. Die eigentliche Spezialität ist allerdings etwas anderes: Die Mitarbeiter der Riesaer Firma bohren und sägen die Schächte für Lüftung, Heizung und Sanitäranlagen in die Rohbauten. Und das mit Erfolg: Mittlerweile verfügt HNT über zwei weitere Standorte in Köthen und Leipzig. Und mit stolzen 75 Fahrzeugen sei man deutschlandweit unterwegs, erklärt Volker Wittig. Ob Elbphilharmonie und Hafencity in Hamburg, Flughäfen in Berlin-Schönefeld und München, die Höfe am Brühl in Leipzig oder das World Trade Center in Dresden: HNT mischt überall mit.

Ein ganz entscheidender Punkt auf diesem Weg sei die Vorreiter-Rolle gewesen, die das damals noch kleine Riesaer Unternehmen eingenommen habe. „Wir haben als Erste auf dem Potsdamer Platz mitgebaut.“ Das rentiert sich bis heute: Wenn man einmal bei den großen Baufirmen als Rahmenvertragspartner gelistet sei, dann fielen meist auch Folgeaufträge ab, sagt Wittig. Und der Preis spiele dann auch nicht mehr die alles entscheidende Rolle. Wichtiger sei da beispielsweise die Zuverlässigkeit: Was nütze es etwa, wenn jemand günstig arbeite – aber gar nicht das Personal habe, um zügig mit dem Auftrag fertig zu werden. „Dann müssen alle anderen Gewerke warten – und diese Verzögerung kostet wiederum.“ HNT dagegen habe nun einmal so einen großen Personalstamm, dass die Firma bei Bedarf einfach reagieren könne: „Wir ziehen dann eben die Mitarbeiter zusammen, wo sie gebraucht werden.“ Für die kleineren Betriebe in der Branche seien Projekte wie der Flughafen in Berlin oder die Elbphilharmonie schlicht zu groß. Umgedreht lohnen sich solche Projekte aus Sicht von HNT nicht mehr wirklich. Nicht zuletzt deshalb sei die Firma eher in Großstädten unterwegs. „Im Landkreis erzielen wir gerade einmal ein Prozent unseres Umsatzes“, sagt Wittig. In der Region sei man lediglich ab und an für Feralpi oder Wacker Chemie tätig gewesen. 120 Arbeitnehmer beschäftigt HNT derzeit – einen guten Teil aber als Leiharbeiter. „Davon wollen wir eigentlich weg“, sagt Wittig klipp und klar. Im Grunde fahre man schon jetzt bei einer Auslastung über 100 Prozent. „Deswegen suchen wir ja Leute.“ 20 zusätzliche Arbeitskräfte möchte das Unternehmen gerne einstellen. Und die, sagt Wittig, „könnten sofort morgen loslegen, wenn sie da sind“. Spezielle Qualifikationen braucht es dafür nicht unbedingt. Die Arbeit sei leicht zu erlernen. „Wir haben welche dabei, die nach einem halben Jahr allein auf der Baustelle arbeiten“. Flexibel müsse man allerdings sein. Schließlich seien die Mitarbeiter von Montag bis Donnerstag auf Montage unterwegs. Und handwerkliches Geschick sollte man mitbringen. Jemanden mit zwei linken Händen, das könne man bei HNT nicht gebrauchen.