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Riesa

Riesas Zunftbaum soll Bruder bekommen

Vor 15 Jahren stellten die Handwerker die Stele am Rathausplatz auf. Kommt als Nächstes eine in Meißen?

Der eine steht schon seit 15 Jahren, der andere existiert fast so lange als Modell: die Zunftbäume in Riesa (l.) ...
Der eine steht schon seit 15 Jahren, der andere existiert fast so lange als Modell: die Zunftbäume in Riesa (l.) ... © Andreas Weihs

Riesa. Es war schon ein gewisses Ringen gewesen, das gibt Kurt Hähnichen unumwunden zu. Der Platz vorm Mercure-Hotel und der Puschkinplatz seien mal im Gespräch gewesen für den Riesaer Zunftbaum. Am Ende wurde es der Rathausplatz. Dort steht der Zunftbaum nun seit fast genau 15 Jahren. Am 27. August 2004 wurde die Stele eingeweiht. 

Es sollte eigentlich nicht die Letzte im Bereich der Kreishandwerkerschaft Meißen bleiben. „Die Euphorie war damals groß“, erinnert sich Hähnichen. Während in Großenhain das Handwerk nun auf andere Weise mittels der Handwerkerallee verewigt ist, fehle ein Äquivalent in Meißen noch völlig.

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Dabei existiert ein entsprechendes Modell schon seit etwa 14 Jahren. Fast genau so lange diskutieren die Stadt und die Handwerkerschaft schon um den möglichen Aufstellungsort. 

„Die eigentliche Idee war, sie am Kleinen Markt zu errichten“, erklärt Kreishandwerksmeister Peter Liebe. „Das wurde abgelehnt. Dann schlugen wir die Neugasse vor – abgelehnt.“ Stattdessen habe die Stadt der Handwerkerschaft die Meißner Berufsschule angeboten. „Aber dort hält kein Mensch an.“

... und Meißen.
... und Meißen. © Andreas Weihs

Die Stele solle aber auch ein Ort sein, um kurz zu verweilen, eine Art Begegnungsstätte. „Das letzte Angebot war der Kreisverkehr Richtung Speedway.“ Das wäre auch nicht viel besser gewesen, lässt Liebe durchblicken. Nun könnte sich aber eine Lösung andeuten, sagt der frühere Handwerkerchef Kurt Hähnichen. „Vielleicht könnte der Zunftbaum vorm neuen Landratsamt errichtet werden. Das ist aber noch längst nicht in Sack und Tüten.“

Einen anderen Wunsch haben die Handwerker ebenfalls: mehr Interesse seitens der Schulen. Früher hätten die sich öfter in Ausarbeitungen mit der Handwerksgeschichte befasst, die im Zunftbaum verewigt ist. Das sei leider abgeebbt.

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