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Ring of Feier

Die SZ stellt die zehn Ideen vor, die beim Innovationspreis Tourismus in der Endrunde sind. Heute: ein leuchtendes und klingendes Fest in Zittau.

© Archivfoto: Rafael Sampedro

Von Thomas Mielke

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Landkreis. Unterm Sternenhimmel schwatzen, ein Bierchen trinken und Musik hören ist eigentlich nichts Besonderes. Es sei denn, es handelt sich um Herrnhuter Sterne am Himmel. Die mitten im Sommer strahlen. Und zwischen Bäumen hängen, die in den Grünanlagen zwischen der Zittauer Innenstadt und dem sie umgebenden zweispurigen Straßenring stehen.

Der Sternenhimmel ist nur eine von vielen, vielen Attraktionen, die im August 2016 und 2017 Tausende in die Zittauer Innenstadt zum „Ring on Feier – Festival des Lichts“ gezogen haben. Die altehrwürdigen Bauten an den Grünanlagen des Rings sind von innen und außen illuminiert, Bäume und Sträucher mit Lampen, Tüchern und Nebel in Szene gesetzt worden. Tunnel aus Licht, Laser-Installationen, Feuerschalen und Fackeln haben dem Ring eine ganz besondere Atmosphäre verliehen. Dazwischen spielten Bands, schleuderten Feuertänzer ihre brennenden Fackeln in den Himmel, hatten gut ein Dutzend Gastronomen Freiluftbars und Freisitze aufgebaut.

Ein Höhepunkt von „Ring on Feier“ im vergangenen Jahr war der vorweggenommene Abriss des Verwaltungssitzes der Hochschule Zittau/Görlitz. Auf der spiegelnden Fassade des im Volksmund auch „Klugscheißeraquarium“ genannten mehrstöckigen Gebäudes wurde eine eigens dafür programmierte Show gezeigt. Computersimulationen und historische Fotos wechselten sich ab, bis das Haus am Ende virtuell zusammenbrach. Der echte Abriss ist für dieses Jahr vorgesehen.

Zur Erstauflage 2016 rechneten die Veranstalter mit 4 000 Besuchern. Dem Ruf an den Zittauer Stadtring gefolgt sind am Ende schätzungsweise 10 000. Ein Jahr später waren es 15 000.

Erfunden hat das Festival des Lichts der Verein „Tradition & Zukunft Zittau“ bei der Suche nach Möglichkeiten, die Innenstadt zu beleben. Doch allein gestemmt hat er es nicht. Nachdem die Idee öffentlich bekannt wurde, fanden sich sofort Unterstützer. Schon zur Erstauflage 2016 haben sich Dutzende Menschen von mindestens sieben Vereinen, 15 Firmen, 14 Gastronomen, viele Sponsoren, die Stadt, die Feuerwehr und sogar das THW beteiligt – und so „Ring on Feier“ zu einem Volksfest im doppelten Sinn gemacht. Der Name des Festes ist am Jonny-Cash-Hit „Ring of fire“ – zu Deutsch: Ring aus Feuer – angelehnt. Der Ring steht für den Zittauer Stadtring. Das Fire für das Licht. Letztendlich haben sich die Veranstalter aber für die denglische Variante „Ring of Feier“ entschieden.

In diesem Jahr pausiert das Fest. 2019 soll die dritte Auflage mit vielen neuen Attraktionen starten – bestimmt auch wieder mit dem Sternenhimmel.

https://innovationspreis.neisseland.de/