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Rittergut nur noch Lager

Die Burgverwaltung Kriebstein hat große Pläne mit dem Gebäude. Doch die lassen sich noch nicht umsetzen.

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© Dietmar Thomas

Von Frank Korn

Beim Tag des offenen Denkmals im September des vergangenen Jahres durfte das Herrenhaus des Rittergutes Kriebstein oberhalb der Burg erstmals besichtigt werden. Mit einem farbigen Streifen in der Fassade wurde angedeutet, wie das Gebäude einmal gestaltet werden könnte. Für die Nutzung des Rittergutes hat Bernd Wippert von der Verwaltung der Burg große Pläne, doch die lassen sich derzeit noch nicht umsetzen. Das Rittergut ist Eigentum der Gemeinde Kriebstein, die es seit einigen Jahren an die Burg Kriebstein vermietet hat. Derzeit wird das Gebäude als Lager genutzt. „Wir sind der Gemeinde dankbar, dass wir diese Möglichkeit haben“, sagt Wippert.

Noch lieber wäre es dem Burgverwalter aber, wenn das Rittergut in Eigentum des Staatsbetriebes Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten gGmbH übergehen würde. Durch den wird auch die Burg Kriebstein verwaltet. „Die Bemühungen um den Kauf gehen weiter“, sagt Wippert. Auch die Gemeinde Kriebstein würde einen Verkauf befürworten. „Derzeit ruht die Sache aber“, so Bürgermeister Christoph Merker (Freie Wähler).

Im Frühjahr 2006 hatte die Gemeinde bereits den Abriss des alten Rittergutes geplant. An seiner Stelle sollten Parkplätze entstehen. Seitdem kämpfte die Familie Wippert um die Erhaltung des Hauses und die Übernahme durch die Schlösserverwaltung. Die Mitglieder des Freundeskreises Burg Kriebstein haben in den vergangenen Jahren viele ehrenamtliche Stunden geleistet. 2014 ist das Dach saniert worden.

Neben dem Lager für die Burg soll das Rittergut einmal den Jüngsten vorbehalten sein. Dort soll eine sogenannte Kinderkemenate entstehen. In der könnten die Mädchen und Jungen aus einem Kleiderfundus auswählen und sich als Ritter oder Burgfräulein verkleiden. In den Kostümen könnten sie an Veranstaltungen auf der Burg teilnehmen. Der Aufwand, das Rittergut für eine ständige Nutzung herzurichten, ist nach Wipperts Meinung überschaubar. „Die Burg ist fast immer ausgebucht. Ein zusätzliches Gebäude würde uns entlasten“, so Bernd Wippert.