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Robben warnt vor Euphorie

Die Holländer werden nach dem 5:1-Sieg als Favorit gehandelt. Der Bayern-Star erinnert aber an 2008.

Mit ihrem Sturmwirbel gegen den hoffnungslos überforderten Titelverteidiger Spanien haben Arjen Robben und Robin van Persie die Niederlande auf einen Schlag wieder in den Kreis der WM-Topfavoriten aufsteigen lassen. Doch ausgerechnet Matchwinner Robben mahnt Teamkollegen und Landsleute zur Bodenhaftung. „Ob dieses 5:1 historisch ist, hängt vom weiteren Verlauf des Turniers ab“, meinte der 30-Jährige und erinnerte an die EM in Österreich und der Schweiz vor sechs Jahren. „Damals haben wir mit 3:0 gegen Weltmeister Italien und 4:1 gegen Frankreich gewonnen, sind danach aber an Russland gescheitert“, sagte der Bayern-Star. „Das muss uns eine Lehre sein.“

Vor der WM in Brasilien nicht einmal als Außenseiter genannt, steht der Vize-Weltmeister nach der Gala zum Auftakt plötzlich ganz oben auf der Kandidatenliste. „Die ganze Welt hat dieses Spiel gesehen. Die Begeisterung über Oranje ist wieder ein Stück größer geworden“, sagte daher auch Robben euphorisch.

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Mit jeweils zwei Toren bezwang das Duo Robben/van Persie die Spanier nahezu im Alleingang. „Wir haben eine Mannschaft besiegt, die sechs Jahre lang die Welt regiert hat“, fasste Kapitän van Persie die Bedeutung des Sieges zusammen.

Den Spaniern steht dagegen schon früh ein unerwartetes Endspiel bevor. Der Titelverteidiger muss gegen Chile unbedingt gewinnen, um nicht schon vorzeitig kläglich zu scheitern. „Chile ist ein Finale für uns“, sagte der beim Debakel an mehreren Toren mitschuldige Keeper und Kapitän Iker Casillas und hob die Bedeutung der Partie gegen die siegreich gestarteten Südamerikaner hervor. Der wie die meisten seiner Mannschaftskollegen im zweiten Durchgang völlig untergegangene Abwehrchef Sergio Ramos rechnete realistisch-nüchtern vor: „Ein Remis ist zu wenig.“ Und Mittelfeldmann Cesc Fábregas sprach dramatisch von einem „Spiel auf Leben und Tod“.

Tatsächlich droht Spanien das gleiche blamable Schicksal wie zuletzt den Champions Frankreich und Italien. Sie mussten 2002 bzw. 2010 bereits nach der Vorrunde wieder heimfliegen. Selbst ein Sieg am Mittwoch ist wegen der miserablen Tordifferenz keine Garantie fürs Weiterkommen. „Wir tun alles, um die sechs Punkte zu holen“, versicherte Fábregas. (dpa/sid)