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Dynamo

Der Pokal-Spezialist, der bei Dynamo spielte

Robert Andrich schießt Union Berlin ins erste DFB-Pokal-Viertelfinale seit 2001. Dennoch bleibt für den Ex-Dresdner ein Wunsch nach wie vor unerfüllt.

Robert Andrich feiert seinen Siegtreffer beim Pokalspiel in Verl. Für den 25-Jährigen ein bekanntes Gefühl, denn es war bereits das dritte Tor im laufenden Wettbewerb.
Robert Andrich feiert seinen Siegtreffer beim Pokalspiel in Verl. Für den 25-Jährigen ein bekanntes Gefühl, denn es war bereits das dritte Tor im laufenden Wettbewerb. © dpa/Friso Gentsch

Verl. Robert Andrich hatte einfach keine Lust auf die Verlängerung. "Da habe ich mir gesagt: Komm', mache ihn jetzt rein", sagte der Profi des 1. FC Union Berlin nach seinem sehenswerten Siegtreffer im DFB-Pokal. Beim 1:0 (0:0) beim Regionalligisten SC Verl traf der gebürtige Potsdamer am Mittwochabend im dritten Pokalspiel bereits zum dritten Mal. In der Bundesliga klappte es bislang allerdings noch nicht. "Keine Ahnung, woran das liegt. Vielleicht hatte ich noch nicht das Glück", sagte der 25-Jährige.

Geht es nach dem Mittelfeldspieler, soll sich das schnell ändern. "Ich würde mich auch freuen, wenn ich mal in der Bundesliga ein Tor machen würde. Aber wenn ich dann wie jetzt wieder so einen wichtigen Treffer erziele, ist mir das auch egal", sagte Andrich, der im Januar 2015 zu Dynamo kam, in seinen anderthalb Jahren beim damaligen Drittligisten aber nicht über die Rolle eines Ergänzungsspielers hinaus kam und nach dem Aufstieg der Dresdner nach Wiesbaden wechselte.

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"In die Verlängerung wollte ich nicht unbedingt."

Dass Union erstmals seit 2001 wieder die Runde der letzten Acht ohne die bereits drohende Verlängerung erreichten konnte, war in erster Linie Andrich zu verdanken. In der 86. Minute knallte er den Ball von der Strafraumgrenze aus ins rechte obere Eck. 

"Ich habe versucht, vor dem Gegner an den Ball zu kommen. Ich war einen Tick schneller da und habe super getroffen. Vielleicht war er ein bisschen abgerutscht", sagte Andrich. "Das war in dem Moment besser, als ihn richtig zu treffen. In die Verlängerung wollte ich nicht unbedingt."

Das dritte Pokaltor für den Ex-Herthaner

Für Andrich, der in der Jugend bei Hertha BSC spielte und im vergangenen Sommer vom Zweitligisten 1. FC Heidenheim nach Köpenick kam, war es der dritte Pflichtspieltreffer in dieser Saison. In der ersten Pokalrunde hatte der damals eingewechselte Andrich in der 75. Minute das 5:0 beim Viertligisten Germania Halberstadt (6:0) markiert.

In Runde zwei war er beim SC Freiburg (3:1) drei Minuten vor Schluss für das wichtige 2:1 verantwortlich. Am Mittwoch beendete Andrich kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit auf schwierigem Geläuf die Träume des tapfereren Viertligisten Verl.

Trainer fordert konsequenteren Abschluss

Trainer Urs Fischer scheint zuversichtlich zu sein, dass Andrich demnächst auch in der Meisterschaft erfolgreich sein wird. Andrich müsse noch konsequenter den Anschluss suchen. Es sei seine Aufgabe, auch Offensivakzente zu setzen, erklärte Fischer.

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