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Röst-Aromen im Gewerbehof

Immer mehr Unternehmer zieht es in das Gebiet hinter dem World Trade Center in der Wilsdruffer Vorstadt. Dort wird jetzt auch Kaffee produziert.

© Christian Juppe

Von Linda Barthel

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Durch den Gewerbehof an der Rosenstraße zieht seit wenigen Tagen Kaffeeduft. Eine neue Rösterei ist in das Gebäude an der Ecke zum Jagdweg eingezogen. Das Gebiet hinter dem World Trade Center wird für Unternehmen immer attraktiver.

Auch für Ines Richter und Jens Kinzer, den Geschäftsführern von „Kaffanero“, gab es mehrere Gründe in den Gewerbehof zu ziehen. „Es ist nicht weit bis zur Innenstadt, und man hat hier eine gute Anbindung“, sagt die 48-Jährige. Es sei nicht einfach gewesen, eine für die Produktion geeignete, preiswerte und zugleich zentrumsnahe Fläche zu finden. „Wir wollen ja auch die Laufkundschaft bedienen.“ Denn in der rund 365 Quadratmeter großen Rösterei wird nicht nur Kaffee hergestellt. Geplant ist auch ein Café mit Verkauf. Ende Februar soll es fertig sein. Von den Tischen aus können die Besucher dann auch den beiden Kaffeeröstern – Ines Richters Ehemann und Sohn – bei der Arbeit über die Schulter schauen. „Wir wollen den Leuten zeigen, wie Kaffee entsteht. Sie sollen die Produktion hautnah miterleben und sehen, was in die Tüte kommt“, sagt die Dresdnerin. Doch nicht nur „Kaffanero“ ist neuer Mieter im Gewerbehof. Auch die Nachbarn der Rösterei sind erst vor wenigen Tagen eingezogen. Der Werk.Stadt.Laden, der sich als Löbtauer Bürgerinitiative in den vergangenen Jahren einen Namen machte, hat an der Rosenstraße sein neues Domizil. Knapp 400 Quadratmeter stehen für die verschiedenen Werkstätten bereit. In den nächsten Monaten werden unter anderem auch noch Räume für Siebdrucktechniken und ein Entwicklungslabor im neuen Standort eingerichtet.

Die Entwicklung des wenige Meter entfernten Gewerbeparks auf der Fläche zwischen der Freiberger und der Löbtauer Straße stockt dagegen. Dort sollen bald kleine Unternehmen und Existenzgründer die Chance bekommen, kostengünstig Flächen anzumieten. Geplant war, in diesem Jahr mit dem Bau zu beginnen. Der entsprechende Bebauungsplan ist allerdings noch nicht rechtskräftig. „Aufgrund des Umfanges und der Inhalte der eingegangenen Anregungen und Bedenken werden wir den Plan erneut öffentlich auslegen“, erklärt Baubürgermeister Jörn Marx (CDU). „Ob eine Rechtskraft 2015 erreicht werden kann, können wir erst im Ergebnis der erneuten Auslegung abschätzen.“