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Großenhain

Rollstuhlfahrer zehn Runden geschoben

Der Spendenlauf des Siemens- Gymnasiums war ein voller Erfolg. Eine sehr, sehr hohe Endsumme wird erwartet.

Rollstuhlfahrer Tom Börner trägt seinen Schieber Julian Suche auf dem Schoß.
Rollstuhlfahrer Tom Börner trägt seinen Schieber Julian Suche auf dem Schoß. © privat

Großenhain. Die Vertrauenslehrer Richter und Maaß sowie Leah Nagel, Eleonore Casper, Verena Herr und Luisa Lichy vom Schülerrat des Siemens-Gymnasiums sind hoch zufrieden: Der erste soziale Tag mit dem Spendenlauf ging erfolgreich über die Bühne. Im Mittelpunkt stand die Hilfe für soziale Projekte mit Jugendlichen im Alter der Schüler, denen es nicht so gut geht. Zusätzlich gab es an dem Tag viele Einsätze, z. B. im Seniorenheim, in der Tagespflege am Bobersberg oder im Naturerlebnisbad bei Pflegearbeiten.

So viele Runden wie möglich

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Beim Spendenlauf ging es darum, mit jeder gelaufenen Runde Geld zu sammeln. Sehr viele Schüler hatten sich Eltern oder eine Firma organisiert, die einen selbst gewählten Betrag pro Runde in Aussicht stellten. Es kamen bis zu sieben verschiedene Spender pro Schüler zusammen. Auch Schüler ohne Spender und Lehrer liefen mit ihren Klassen. „Es lief alles diszipliniert ab, und es war ein sehr großer Einsatz aller Schüler, denn jeder versuchte, so viele Runden wie möglich zu absolvieren“, sagt Lehrer Wolfgang Maaß. 

Einige schafften in der vorgegebenen Zeit bis zu 20 Runden. Man half sich auch gegenseitig. So schob Julian Suche  seinen Mitschüler Tom Börner aus der 12. Klasse, der im Rollstuhl sitzt, zehn Runden. Die Klasse 10a startete gemeinsam mit Schülern der Förderschule Johanne Nathusius Skäßchen. Auch diese Schüler legten viele Runden zurück, denn sie hatten ebenfalls Spender organisiert. Oberbürgermeister Dr. Sven Mißbach ließ es sich nicht nehmen, die Runden mit abzustempeln.

Für die Klassenstufen 11 und 12 gab es außerdem eine Veranstaltung des Blutspendedienstes und der Deutschen Knochenmarktspende. Sie vermittelt Stammzellspenden weltweit an Patienten, die an Blutkrebs erkrankt sind. Es war auch eine Knochenmark-Spenderin anwesend, die über ihre Erlebnisse berichtete. „Unsere Schüler waren davon sehr berührt“, sagt Wolfgang Maaß. Über 30 Schüler ließen sich bei der DKMS registrieren.

Dank an alle Unterstützer

Noch kann nicht genau gesagt werden, welche Spendensumme erlaufen wurde, da die Beträge der Spender noch überwiesen werden müssen. „Wir sind aber von der Spendenbereitschaft absolut überrascht worden. Es wird ein sehr, sehr hoher Betrag werden, mit dem wir nicht gerechnet haben“, schätzt Wolfgang Maaß ein. Ein Dank gilt allen, die mit ihrer Bereitschaft zu spenden, zu diesem Ergebnis beitragen.