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Rosenthaler Rudel soll verschwinden

Bautzens Landrat Michael Harig (CDU) fordert Maßnahmen gegen die Wölfe. Auslöser war der jüngste Angriff der Tiere auf eine Schafherde.

© Symbolfoto: dpa

Bautzen. Bautzens Landrat Michael Harig (CDU) fordert Maßnahmen gegen das Wolfsrudel, das bei Ralbitz-Rosenthal ansässig ist. Er habe beim sächsischen Umweltministerium den Antrag gestellt, „das Rudel zu entnehmen“. Darüber informierte Harig am Montag in der Sitzung des Kreistages. Auslöser ist die Tatsache, dass vor gut zwei Wochen eine Schafherde bei Cunnewitz Wölfen zum Opfer gefallen ist. In zwei aufeinanderfolgenden Nächten wurden insgesamt 31 Schafe gerissen - obwohl sie mit einem 1,40 Meter hohen Zaun geschützt waren. Bereits vor gut einem Jahr hatte es kurz hintereinander in der Region mehrere Risse gegeben. Auch damals hatte der Schäfer, dessen Herde jetzt getötet wurde, einige Tiere verloren. Die Rosenthaler Wölfe gelten seither als „Problemrudel“.

Entschädigung helfe nur bedingt

„Artenschutz funktioniert nicht gegen die Landbevölkerung“, begründet Harig seinen Vorstoß. Er weist zugleich den Vorwurf zurück, er werde nur deshalb in dieser Richtung aktiv, weil er selbst Schafe hält. Er sehe ein Ungleichgewicht zwischen Artenschutz und den Interessen der Tierhalter. So seien Forderungen nach immer umfangreicheren Schutzmaßnahmen für Schafe und andere Nutztiere gerade für Halter kleinerer Tierbestände kaum umsetzbar. Und eine Entschädigung, wie sie der Freistaat für gerissene Tiere zahlt, wenn sie vorschriftsmäßig geschützt waren, helfe nur bedingt. Wer mehrfach seine Tiere verliere, gebe irgendwann auf. Das sei ein Verlust für den ländlichen Raum. Schließlich seien gerade Schafe auch für die Landschaftspflege wichtig. Bereits nach den vermehrten Wolfsrissen im Raum Ralbitz-Rosenthal vor einem Jahr hatte Harig ein Umdenken beim Umgang mit dem Wolf gefordert. (SZ/MSM)

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