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Rot-weiß ist gefragt

Im Tierheim warten derzeit rund 30 Katzen auf ein neues Zuhause. Neben der Vermittlung rücken andere Vorhaben in den Fokus.

© Dietmar Thomas

Von Doreen Hotzan

Leisnig. Die Farbe Schwarz hat es in sich. Tiere mit einem solchen Fell haben es leider besonders schwer, vermittelt zu werden, bedauert Rosi Pfumfel, Vorsitzende des Tierschutzvereins „Tiernothilfe“ Leisnig und Umgebung. Woran das allerdings liegt, dass niemand schwarze Katzen oder Hunde will, kann sie sich nicht so richtig erklären. „Vielleicht haben die Leute Angst vor der Farbe“, vermutet Rosi Pfumfel.

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Doch auch scheue und ältere Katzen haben es nicht leicht, ein neues Zuhause zu finden. Davon leben derzeit im Leisniger Tierheim so einige. Die Vereinsvorsitzende bezeichnet jede Vermittlung von solchen Problemtieren als „Glücksfall“. Der 13 Jahre alte Jesse gehört dazu. Der schwarze Kater kam letztes Jahr in die Einrichtung. Er konnte nicht länger bei seinem Besitzer bleiben, weil dieser schwer erkrankte. Das Tier verbrachte bereits eine Zeit lang im Leisniger Tierheim, als sich sein Herrchen einer schweren Operation unterziehen und anschließend in die Reha-Klinik fahren musste. Weil sich der Zustand von Jesses Besitzer nicht besserte, kam der Kater erneut in der Einrichtung unter. Jesse fühlte sich dort sichtlich unwohl. Dann kam das Happy-End. „Er lebt nun bei einem Vereinsmitglied“, erzählt Rosi Pfumfel. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 80 Katzen in ein neues Zuhause vermittelt. „Bei den Hunden gibt es weniger Schwierigkeiten. Die gehen immer schnell weg. Vor allem kleine Hunde haben es leicht“, sagt sie. Bei den Katzen sind vor allem dreifarbige und rot-weiße besonders gefragt.

Dächer neu gemacht

Doch nicht nur die Vermittlung der Heimbewohner stand für das Tierheim im vergangenen Jahr im Vordergrund. So wurde auch auf dem Gelände einiges in Angriff genommen. „Wir haben bei den Tierkäfigen die Dächer neu gemacht, Wandfliesen und Fußböden ausgetauscht“, sagt die Vereinsvorsitzende. Die Decken bestünden nun aus leicht desinfizierbaren Flächen. „Wir haben knapp 20 000 Euro investiert“, so Rosi Pfumfel. Für 2016 stehen weitere Bauarbeiten auf dem Plan. Zwei Dächer sollen ebenfalls noch erneuert sowie ein Maschendrahtzaun auf dem Areal ausgewechselt werden. Und noch ein dringendes Projekt wartet auf eine schnelle Umsetzung. „Wir müssen eine neue Kläranlage errichten“, sagt Rosi Pfumfel. Die alte entspreche schon längst nicht mehr den Standards. Doch wie der Verein das bezahlen soll, ist noch offen.