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Roter Graben soll angepackt werden

Im Unterdorf muss der Hochwasserschutz verbessert werden – Das ist nur eine Forderung von Langebrück an Dresden.

© Archivfoto: Thorsten Eckert

Von Thomas Drendel

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Langebrück. Einen ganzen Katalog hat Langebrück zusammengestellt mit Projekten, die im Haushalt der Landeshauptstadt 2019/20 berücksichtigt werden sollten. Ganz oben auf der Agenda steht der Ausbau des Roten Grabens im Langebrücker Unterdorf. 2013 trat er über die Ufer. Grundstücke wurden überflutet, die Hauptstraße war teilweise nur noch ein großer See. Die Pläne der Stadtverwaltung zum Ausbau des Baches hatten 2013 für reichlich Wirbel gesorgt. Eine Bürgerinitiative hatte sich gebildet. Deren Mitglieder bemängeln unter anderem, dass es durch die Anschrägung der Uferböschungen zu massiven Grundstückverlusten bei einigen Anliegern kommt. Von bis zu 600 Quadratmetern bei einzelnen Anwohnern war die Rede.

Außerdem kritisierten sie, dass nach den bisherigen Plänen der Querschnitt unter den Brücken unverändert bleiben soll. „Wenn nicht mehr Wasser unter den Brücken hindurchpasst, dann nutzt es auch nichts, den Flussquerschnitt zu vergrößern. Das Wasser staut sich schon jetzt an den Brücken und das wird nach den Arbeiten auch noch so sein“, hieß es damals. Am Roten Graben sollten nach den Vorstellungen der Planer auf weiten Strecken die Ufermauern abgerissen und durch begrünte Böschungen ersetzt werden. Durch sie weitet sich der Bach um bis zu vier Meter auf jeder Seite aus. Eine halbe Million Euro wurden damals für das Projekt veranschlagt. In den überarbeiteten Plänen sollen unter anderem die Landverluste bei den Anwohnern verringert werden.   Ein weiteres Großprojekt ist der Turnhallenneubau. Zunächst waren zwei kleinere Hallen vorgesehen, eine errichtet durch den städtischen Sportstättenbetrieb und eine durch das Schulverwaltungsamt. Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) hatte sich dann vom Bau einer größeren Halle überzeugen lassen. Nach seinen Berechnungen hätte eine Einfeldhalle knapp 3,4 Millionen Euro gekostet, eine Zweifeldhalle rund fünf Millionen Euro.

Hauptstraße und der Klotzscher Straße werden gebaut

Ein weiteres Großprojekt ist der Ausbau der Hauptstraße und der Klotzscher Straße. Es ist vorgesehen, die Busse und auch den Durchgangsverkehr von der Hauptstraße weg über die Alte Klotzscher Straße und die Lessingstraße umzuleiten. Damit würde das besonders schmale südliche Stück der Hauptstraße entlastet. Nach Angaben von Ortsvorsteher Christian Hartmann (CDU) sollte mit den Bauarbeiten spätestens 2020 begonnen werden. Der Ausbau des maroden Abschnittes der Radeberger Straße am Seniorenheim ist in den Forderungskatalog aufgenommen worden. Die Kostenschätzungen liegen hier bei 155 000 Euro. – Auch für die Feuerwehr will Langebrück etwas tun. Nach dem Willen des Ortschaftsrates soll das Feuerwehrgerätehaus an der Lessingstraße ausgebaut werden. Der benachbarte ehemalige Jugendclub ist für eine Nutzung durch die Jugendfeuerwehr umzugestalten. Die Schaffung der Radverbindungen nach Liegau-Augustusbad und nach Klotzsche ist ein weiterer Wunsch Langebrücks. Ob das Projekt allerdings wie gefordert bis 2020 umgesetzt wird, ist fraglich. Die Sanierung der ehemaligen Bibliothek, der Bau eines Spielplatzes im Unterdorf und die Umsetzung eines Parkkonzeptes rund um die Grundschule und das sich derzeit im Bau befindliche Kinderzentrum sind weitere Forderungen. Jetzt schauen sich die einzelnen Fachämter im Dresdner Rathaus die Vorhaben an. Stimmen sie den Projekten zu und ist das notwendige Geld vorhanden, könnten die Projekte ab 2019 umgesetzt werden.