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Rückenwind durch Entgegenkommen

SZ-Lokalreporterin Catharina Karlshaus über die Hürden für Julius und seine Familie

© Kristin Richter

Natürlich hatte sich das Isa Krönert ganz anders vorgestellt. Damals, in freudiger Erwartung von Zwillingen. Zwei Jungen brachte die junge Frau zur Welt. Kinder, die sich beide zunächst auch prächtig entwickelten – bis Julius in seinem fünften Lebensjahr an der Bluterkrankung Idiopathische Thrombozytopenische Purpura (ITP) erkrankte. Schlagartig änderte sich das Leben der kleinen Familie. Es war auf einmal geprägt von zahlreichen Problemen, die Außenstehende freilich nie ermessen können und der stetigen Sorge um das bloße Leben des Sohnes. Sorgen, die mit der Zeit stetig wuchsen. Rechnungen für die immer teurer werdenden lebensnotwendigen Medikamente galt es plötzlich zu begleichen, und der an sich freudige Eintritt ins Schulalter wurde von der Schwierigkeit eines zu finanzierenden Begleiters überschattet.

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Häufig nicht nachvollziehbar: Zur Angst um die Gesundheit von Julius gesellt sich immer mehr die Bewältigung vieler bürokratischer Hürden. Dabei könnte doch hier mit freundlichem Entgegenkommen zuweilen schon ganz leicht Abhilfe geschaffen werden. Dass das Kreissozialamt seit Schuljahresbeginn nun allseitig die Begleitung unterstützt, ist beispielsweise bereits eine große Hilfe. Doch damit nicht genug. Ein nicht noch mal gestellter Antrag, eine langfristige Zusage zur Finanzierung – dies alles könnte Betroffenen wie Familie Krönert das Leben ein wenig erleichtern. Und Julius aus Kalkreuth in den nächsten Wochen ein wenig Rückenwind geben. Die härtesten seines jungen Lebens wohl.

E-Mail an Catharina Karlshaus