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Freital

Rückhaltebecken wird geprüft

Wilsdruff möchte so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen. Allerdings haben noch andere ein Mitspracherecht.

Anfang Februar stand das Schmelzwasser am Mühlweg auf der Straße und auf den Wiesen. Durch ein Rückhaltebecken soll dieses Bild er Vergangenheit angehören.
Anfang Februar stand das Schmelzwasser am Mühlweg auf der Straße und auf den Wiesen. Durch ein Rückhaltebecken soll dieses Bild er Vergangenheit angehören. © Archiv/Halkasch

Noch immer ist unklar, wann die Stadt Wilsdruff den Hochwasserschutz für Grumbach verbessern kann. Derzeit prüft die Landesdirektion, ob der Bau eines Rückhaltebeckens auf dem Wege einer Plangenehmigung möglich sei, erklärte Bürgermeister Ralf Rother (CDU) in der jüngsten Stadtratssitzung. Damit könnte man schneller Baurecht erreichen als über ein Planfeststellungsverfahren, ergänzt Bauamtsleiter André Börner. Die Voraussetzung für das schnellere Verfahren seien aus seiner Sicht erfüllt. Denn alle betroffenen Grundstückseigentümer haben ihre Zustimmung zu den Arbeiten gegeben.

Doch nicht nur die Entscheidung zum Verfahren ist offen. Ein Knackpunkt sind die Ausgleichsleistungen, die Wilsdruff erbringen muss. Denn durch den Dammbau wird ein Teil der Wilden Sau versiegelt. Die Obere Naturschutzbehörde fordert bisher, dass Wilsdruff im Gegenzug ein anderes Gewässer freilegen muss. „Wir haben aber keins“, sagt Börner. Stattdessen bot die Stadt an, dem für die Flächenverwaltung im Freistaat zuständigen Staatsbetrieb Geld für eine andere Ökomaßnahme zu zahlen. Konkret geht es um die Erweiterung der Birkwitzer Wiesen bei Pirna. Bisher haben die Naturschützer diesem Vorschlag nicht zugestimmt, so Börner.

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Der Bauamtsleiter hofft, dass man diese und andere Fragen am 16. Mai klären kann. Dann steht ein Treffen in der Landesdirektion an. „Wir stehen unter Zeitdruck“, sagt Börner. Das letzte Hochwasser liegt schon sechs Jahre zurück. Für Grumbach hat sich seither in der Hochwasservorsorge nichts verbessert. Sollte es in den nächsten Monaten wieder zu Überschwemmungen kommen, werden alle Finger auf die Stadt zeigen, befürchtet Börner. Deshalb will das Rathaus unbedingt noch in diesem Jahr mit dem Bau des Dammes beginnen.

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