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Rückschlag für RB Leipzig

RB Leipzig kann zu Hause nicht mehr gewinnen. Marcel Sabitzer kritisiert die Aufstellung des Trainers und rudert dann zurück.

Timo Werner bleibt am Augbsurger Keeper hängen. © Foto: Imago

Der Frust saß tief. Ganz tief. Also musste der Ärger mal raus. Marcel Sabitzer sprach leise, seine Aussagen aber waren mehr als deutlich. „Wir haben viele Spieler, die Kreativität mitbringen. Warum die nicht spielen, müssen andere beantworten“, erklärte der Österreicher in Diensten von RB Leipzig nach der Nullnummer gegen Augsburg – eine klare Kritik an der Aufstellung von Ralf Rangnick. Der hatte gegen defensiv extrem starke Gäste eine Startelf aufgeboten, in der Emil Forsberg und Bruma fehlten. Konfrontiert mit der Kritik erklärte der Trainer: „Ich bin jetzt mehr als 30 Jahre im Fußball und habe es mir in dieser Zeit abgewöhnt, auf angebliche Aussagen von Spielern zu reagieren.“ Der Frust saß offenbar auch bei ihm tief.

Am Tag danach gab es eine Aussprache zwischen beiden und eine öffentliche Richtigstellung. Natürlich war alles anders gemeint, die Aussagen seien „aus der Emotion heraus unmittelbar nach dem Spiel“ gemacht worden und ließen sich „in verschiedene Richtungen interpretieren“, meinte Sabitzer. Das verwundert, war seine Kritik doch interpretationsfrei.

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Ärgerlich war die Nullnummer gegen die Augsburger, bei denen zehn Profis wegen Verletzungen und zwei wegen Sperren fehlten, auf jeden Fall. Die Rasenballer dominierten, hatten 63 Prozent Ballbesitz und mehr Abschlüsse, doch so richtig zwingend war es nur selten. „Uns haben das Glück und die Durchschlagskraft gefehlt“, monierte Rangnick. Für Sabitzer war daran auch die Aufstellung schuld. „Wenn man so einen Block vor sich hat, braucht man Spieler, die ins Dribbling gehen können und für einen Überraschungsmoment gut sind. Aber wenn man mal durchzählt, waren bei uns lange Zeit nicht allzu viel Offensive auf dem Platz.“ Forsberg wurde nach knapp einer Stunde eingewechselt, Bruma nach 73 Minuten.

Die abstiegsbedrohten Augsburger versuchten in Leipzig mit einer Taktik ihr Glück, auf die inzwischen viele Mannschaften gegen die schnelle RB-Offensive setzen. „Viel tiefer als wir kann man nicht stehen“, beschrieb FC-Trainer Manuel Baum sein System und entschuldigte das mit der langen Ausfallliste. Eine Sechser-Abwehrkette sieht man im Profi-Fußball nicht allzu oft. Und das bereits nach 20 Minuten auf Zeit gespielt wird, auch nicht.

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Räume ergaben sich für RB so nicht, Anspielstationen selten. Die beiden größten Chancen vergaben der wiedergenesene Nationalstürmer Timo Werner vor und Sabitzer nach der Pause. Der Tabellen-15. kam nur einmal durch Michael Gregoritsch gefährlich vors Tor. Hätte er getroffen, wäre die Laune bei den Leipzigern wohl endgültig im Keller gewesen.

Aber auch so ist die Heimbilanz frustrierend. Den letzten Bundesligasieg im eigenen Stadion gab es am 22. Dezember. „Das nervt“, fand Sabitzer. „Zumal wir in diesem Jahr auch erst ein Heimtor geschossen haben. Zurzeit macht es auswärts mehr Spaß.“ Mit einem Erfolg wären die Leipziger dem Ziel Champions League einen großen Schritt nähergekommen. Unruhig wird Rangnick jedoch nicht. „Solange wir auswärts gewinnen und zuhause unentschieden spielen, kommen wir auf einen Zwei-Punkte-Schnitt“, erklärte er und hatte eine Hoffnung: „Irgendwann kommen vielleicht mal wieder Gegner zu uns, die ein bisschen mitspielen wollen.“