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Sport

Rugby-Star schockt mit Hass-Tiraden

Der Australier Israel Folau drohte unter anderem Homosexuellen und Atheisten mit der Hölle. Nun droht ihm selbst das Karriere-Ende. 

Rugby-Star Israel Folau ist streng religiös. © Imago Images/David Woodleyvia

Dem australischen Rugby-Topstar Israel Folau droht nach seinen homophoben Tiraden das Ende seiner Karriere. Der nationale Rugby-Verband bezeichnete die jüngsten Ausfälle des 30-Jährigen am Montag als "ausreichend, um seinen Vertrag zu beenden". Folau habe 48 Stunden Zeit für eine Stellungnahme.

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Der streng religiöse Folau, der von seinem Klub New South Wales Waratahs aus der internationalen Super-Rugby-Liga bis zur vollständigen Klärung des Falls nicht mehr eingesetzt wird, hatte zuletzt auf Instagram ein Bild gepostet, auf dem er unter anderem Homosexuellen, Alkoholikern, Dieben und Atheisten drohte: "Die Hölle erwartet euch. Tut Buße! Nur Jesus kann euch retten." Schon im vergangenen Jahr war Folau durch eine homophobe Äußerung auf Instagram negativ aufgefallen.

Folau hatte danach keine Reue gezeigt. Er stehe dazu, "was die Bibel vorgibt", sagte er dem Sydney Morning Herald: "Ich glaube an einen Gott, der alles kontrolliert. Was auch immer sein Wille ist, ob ich jetzt weiter Rugby spiele oder nicht - ich bin mehr als glücklich, das zu tun, was er für mich vorsieht."

Ein Treffen des Nationalspielers mit Rugby-Australia-Chefin Raelene Castle hatte keine Bewegung in die Angelegenheit gebracht. Rund fünf Monate vor der WM in Japan wird ein Ausschluss des Stars der Wallabies damit immer wahrscheinlicher. (sid)