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Bautzen

Ruheplätze sind rar in der Altstadt

Wer beim Spaziergang durch die Gassen von Bautzen kurz verschnaufen möchte, findet nicht auf Anhieb eine Bank. Es gibt zwar welche, aber meist ziemlich versteckt.

Corinna Seiler verschnauft auf der neuen Bank an der Heringstraße gegenüber der Gaststätte Alter Bierhof. Die Sitzgelegenheit wurde erst kürzlich auf Initiative von Anliegern aufgestellt.
Corinna Seiler verschnauft auf der neuen Bank an der Heringstraße gegenüber der Gaststätte Alter Bierhof. Die Sitzgelegenheit wurde erst kürzlich auf Initiative von Anliegern aufgestellt. © Steffen Unger

Bautzen. Straßenpflaster macht bekanntlich müde. Da kommt eine Sitzgelegenheit wie gerufen, um etwas zu verschnaufen. Davon gibt es in Bautzen reichlich – vor allem rund um den Kornmarkt, auf der Reichenstraße und auf dem Hauptmarkt. Im Kornmarkt-Center sind die wenigen Bänke meist besetzt, aber das Management hat diesbezüglich Zuwachs versprochen. Auch auf dem Postplatz gibt es ein paar Sitzgelegenheiten, ebenso auf dem Rathenauplatz am Bahnhof. Nur sitzen hier meist schon allerlei Freunde des Bieres.

Mau sieht es dagegen zwischen Hauptmarkt, Ortenburg und Schloßstraße aus. Wer sich beim Wandeln durch die engen Gassen zwischendurch mal setzen will und auf gut Glück eine Bank sucht, hat schlechte Karten – es sei denn, er will sich bei der Gelegenheit auch gleich stärken. Denn natürlich können Seele und Beine in einer der vielen Altstadtkneipen baumeln. Aber wo können Einheimische und Touristen einfach mal so kostenlos sitzen und sich etwas ausruhen?

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Es können nicht alle Wünsche erfüllt werden

Bautzens Baubürgermeisterin Juliane Naumann verweist auf drei neue Bänke, die kürzlich aufgestellt wurden – zwei am Petridom, eine an der Heringstraße schräg gegenüber der Gaststätte Alter Bierhof. „Wir versuchen, im Rahmen unserer Haushaltsansätze und der Verfügbarkeit von geeigneten Flächen Sitzmöglichkeiten auch in der Altstadt anzubieten“, so Juliane Naumann. „Es gibt hier und da immer noch Erweiterungsmöglichkeiten. Allerdings können in Abwägung des Bedarfs im gesamten Stadtgebiet nicht alle Wünsche auf einmal erfüllt werden. Auch nicht die eigenen.“

Der Satz lässt darauf schließen, dass sich auch die Baubürgermeisterin mehr Bänke in der Altstadt wünscht. Dabei gibt es diese schon – nur verstecken sie sich sehr gut. Für Ortsunkundige wohl zu gut. Gleich mehrere Bänke warten auf dem Wendischen Kirchhof vor der Alten Wasserkunst auf Ruhesuchende. Der Vorteil: Hier wird sowohl fündig, wer es lieber sonnig mag, als auch wer etwas Schatten bevorzugt. Und wer es dazu noch etwas kühler mag, kann ja der Alten Wasserkunst gleich einen Besuch abstatten; in diesen Monaten ist die Sehenswürdigkeit täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Ein Geheimtipp versteckt sich vor dem Zugang zur Ortenburg. Wer aus Richtung Burgplatz oder Heringstraße zur Burg läuft, findet wenige Meter vor dem großen Tor links in der Mauer eine kleine Lücke. Gleich dahinter stehen die ersten Bänke, und wer die schattigen Wege am Hang zwischen Altstadt und Spree oder gleich am Fluss entlang spaziert, findet davon noch einige mehr.

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