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Rumäniens Innenminister nach Flugzeugunglück zurückgetreten

Ihm wird vorgeworfen, nicht genug für die Rettung der Opfer eines Flugzeugunglücks getan zu haben, bei dem zwei Menschen gestorben waren.

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Bukarest. Rumäniens Innenminister Radu Stroe hat am Donnerstag nach großem politischem Druck seinen Rücktritt erklärt. Ihm wird vorgeworfen, nicht genug für die Rettung der Opfer eines Flugzeugunglücks getan zu haben, bei dem zwei Menschen gestorben waren. Eine breite Öffentlichkeit, Ministerpräsident Victor Ponta und sogar eigene Parteifreunde aus der mitregierenden Nationalliberalen Partei (PNL) hatten Stroes Rücktritt verlangt.

Bei dem Unglück am Montag war ein Kleinflugzeug im westrumänischen Apuseni-Gebirge nach einer versuchten Notlandung aus geringer Höhe abgestürzt. Alle sieben Insassen hatten zunächst überlebt, einer von ihnen rief selbst per Handy die Retter. Zwei Schwerverletzte starben Stunden später, unter anderem an den Folgen der Unterkühlung, weil die Retter erst sechs Stunden nach dem Unfall ankamen.

Wegen dichten Nebels war der Absturzort schwer zu finden. Den Sicherheitsorganen wird vorgeworfen, vorhandene Ortungstechnik nicht benutzt zu haben. Die Opfer waren nur mit Hilfe Hunderter Freiwilliger - Bauern und Förster aus den Dörfern in der dünn besiedelten Region - gefunden worden. (dpa)