merken

Weißwasser

Rund 226 Stunden Film

Großes Kino beim 29. Internationalen Filmfestival vom 5. bis 10. November

Der Cottbuser „Weltspiegel“ ist auch dieses Mal wieder eine gefragte Festivalspielstätte.
Der Cottbuser „Weltspiegel“ ist auch dieses Mal wieder eine gefragte Festivalspielstätte. © Foto: Beowulf Kayser

Von Beowulf Kayser

Cottbus. Hochzeitsbitter Helmut Kurjo aus Bluno bei Hoyerswerda ist der letzte Braschka im Revier, der in seinem Dorf noch die sorbische Sprache fließend spricht. Ihm ist beim 29. Internationalen Filmfestival Cottbus vom 5. bis 10. November in der Rubrik „Heimat/Domownja/Domizna“ ein Streifen gewidmet, ebenso dem singenden Baggerfahrer Gerhard Gundermann aus dem Lausitzer Kohlerevier und der spektakulären Rückkehr der Wölfe.

Anzeige
Die Versicherung jetzt checken!

Im Spätherbst empfehlen Versicherungsexperten eine Überprüfung der eigenen Verträge – nicht nur bei der Kfz-Versicherung.

„Exakt 13.575 Minuten oder rund 226 Stunden Film stehen dieses Mal auf unserem Festival-Programm“, sagte Geschäftsführer Andreas Stein im Cottbuser Landesmuseum für Moderne Kunst. Übersetzt bedeutet das 210 Filme aus 45 ost- und mitteleuropäischen sowie anderen Ländern. Darunter sind sieben Weltpremieren, zwei Europa- und 61 Deutschlandpremieren. Der kürzeste Film ist 55 Sekunden lang, der längste Streifen dauert 130 Minuten.

Im Mittelpunkt des Festivals stehen die traditionellen Wettbewerbe „Spielfilm“, „Kurzspielfilm“ und der „U-18-Wettbewerb «Jugendfilm»“. Das größte Interesse dürfte der Hauptwettbewerb um den besten Spielfilm für sich beanspruchen. „Hier gehen zwölf Produktionen aus 17 Ländern ins Rennen“, kündigte Programmdirektor Bernd Buder an. Der beste Spielfilm erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro, gestiftet von der Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten (GWFF), und die Preisskulptur „Lubina“ (sorbisch „Die Liebreizende“). Außerdem gibt es noch einen mit 7.500 Euro dotierten Spezialpreis für die beste Regie sowie jeweils 5.000 Euro für die „herausragende Darstellerin“ und den „herausragenden Darsteller.

Im Kurzspielfilm-Wettbewerb wetteifern in diesem Jahr zehn Streifen bei der „Langen Nacht der kurzen Filme“ am 8. November, und beim „U-18-Wettbewerb «Jugendfilm»“ werden sieben Beiträge aus zehn Ländern gezeigt. Es gibt 18 Preise in Höhe von insgesamt über 75.000 Euro.

Zum obligatorischen Mix des Festivals gehören auch wieder das „Spectrum“ mit 13 filmischen Entdeckungen, „Russky Djen“, „Polskie Horyzonty“, die filmische Rubrik „Heimat/Domownja/Domizna“ und „Nationale Hits“. Hier flimmern dieses Mal die „Kassenschlager“ aus Polen, der Slowakei, Finnland, Ungarn, Serbien und der Ukraine über die Leinwände. Auch das Filmland Montenegro wird vorgestellt.

Eröffnet wird das Festival am 5. November um 19 Uhr im Staatstheater Cottbus mit der grenzüberschreitenden und in Koproduktion mit Griechenland, Zypern und Deutschland entstandenen Komödie „Smuggling Hendrix“. Zum Abschluss des Festivals wird nach der Preisverleihung am 9. November in der Stadthalle der für einen Auslands-Oscar 2020 nominierte polnische Film „Corpus Christi“ aufgeführt.

Weitere Informationen gibt es unter www.filmfestivalcottbus.de