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„Rund um Sebnitz“ wird Bundesliga

Das Radrennen ist erstmals Teil der wichtigsten Serie hierzulande – entsprechend groß wird das Fahrerfeld.

© Daniel Förster

Von Daniel Förster

Sebnitz. Noch vor zwei Jahren musste das Radrennen „Rund um Sebnitz“ kurzfristig aufgrund organisatorischer Schwierigkeiten abgesagt werden. Nach dem Comeback im vergangenen Jahr beschreitet die traditionsreiche Veranstaltung nun einmal mehr neue Wege. Der am 9. September ausgefahrene Rennradklassiker ist in diesem Jahr erstmals in seiner Geschichte Teil der Rad-Bundesliga, der wichtigsten Rennserie des Bunds Deutscher Radfahrer (BDR). Sebnitz ist einer von zehn Austragungsorten deutschlandweit.

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Damit verleihen die Organisatoren vom Sebnitzer Radfahrerverein 1897 dem Eintagesrennen eine ganz neue Attraktivität. Immerhin lockt die seit 2002 bestehende Rad-Bundesliga die gesamte zweite Riege des deutschen Radsportes nach den Top-Profis an den Start. Allein in der Männerklasse haben sich zu Saisonbeginn Ende April 150 Radsportler von 20 professionellen und semiprofessionellen Teams für Rennen der Rad-Bundesliga eingeschrieben. Bei den Frauen sind es 85 Starterinnen in neun Mannschaften, darunter auch Teilnehmerinnen aus der Schweiz.

„Damit erwarten wir ein riesiges, noch nie dagewesenes Starterfeld“, sagt Wolfgang Egert vom Sebnitzer Radfahrerverein voller Vorfreude. Obwohl der 62-Jährige sein Ehrenamt als Vorsitzender des ausrichtenden Vereins nach 22 Jahren an Jens Hauswald abgegeben hat, ist er noch voll mit in die Organisation integriert. Es waren auch seine Bemühungen, die Rad-Bundesliga nach Sebnitz zu holen, die nun von Erfolg gekrönt wurden. Die Rennen der Serie sind eine wichtige Station junger Radsportler auf dem Weg nach oben, heißt es seitens des Verbands BDR. Nicht umsonst ist es für die Rennfahrer eines der wichtigsten Saisonziele, dort gut abzuschneiden. Der Wertungslauf in Sebnitz ist der vorletzte der diesjährigen Serie – entsprechend groß wird bei den Fahrern und Teams die Motivation sein, sich noch Punkte für die Gesamtwertung zu sichern.

Rund ums Rennen

„Rund um Sebnitz“ wird am 9. September in seiner 43. Auflage erneut als „Volksbank Classics“ ausgetragen.

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Das Rennen in Sebnitz wird auf der bewährten und anspruchsvollen Berg- und Tal-Runde durch die Stadt ausgetragen, welche die Fahrer mehr als ein Dutzend Mal absolvieren müssen. Die Chancen stehen gut, dass die Zuschauer dabei auch Sportler aus dem hiesigen Landkreis anfeuern können. Sowohl der 22-jährige Frederik Hähnel aus Neustadt, der für das LKT-Team Brandenburg fährt, als auch der 18-jährige André Hagen aus Pirna (Team schnelle Stelle Ur-Krostitzer Nordsachsen) stehen auf der Meldeliste der Rad-Bundesliga. Aktuell führt der einstige Querfeldein-Europa- und Weltmeister Philipp Walsleben (P&S Team Thüringen) aus dem brandenburgischen Kleinmachnow nach fünf Rennen die Gesamtwertung an. Spitzenreiterin bei den Frauen ist derzeit Bahn- und Straßenradfahrerin Tatjana Paller (Team D.Velop Cycle Café Ladies) aus dem nordrhein-westfälischen Unna. Bei den Juniorinnen sieht es derzeit so aus, als ob die zweifache Deutsche Meisterin Hannah Ludwig aus Heidelberg (RSC Stahlross Wittlich) ihren Titel verteidigen könnte.