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Russland-Sanktionen sind ein untaugliches Mittel

Sachsens Ministerpräsident Tillich hat sich erneut gegen die Sanktionen gegen Russland gewandt.

© dpa

Dresden. Sachsens Ministerpräsident Tillich hat sich erneut gegen die Sanktionen gegen Russland gewandt. Die Sanktionen seien nicht das geeignete Mittel, um politische Forderungen durchzusetzen, sagte Tillich in einem Gespräch mit MDR Sachsen.

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Der Regierungschef ist derzeit zu einem offiziellen Besuch in der autonomen russischen Provinz Tatarstan. Wie paradox die Situation sei, sehe man schon daran, dass Deutschland immer mehr auf russisches Gas angewiesen sei, also Gas von Russland kaufe und gleichzeitig Sanktionen verhänge. Dies sei schlichtweg nicht schlüssig, sagte Tillich.

Man müsse in Gesprächen daran arbeiten, mit Russland Lösungen für die Konflikte in Syrien und der Ukraine zu finden. - Tillich bezifferte die Export-Einbußen sächsischer Unternehmen durch die Handelsbeschränkungen in Einzelfällen auf bis zu 30 Prozent. Es sei schwer, dies auf anderen Märkten zu kompensieren. - Sachsen unterhält traditionell vielfältige Wirtschaftsbeziehungen in die Region. Tatarstan gilt aufgrund seiner Rohstoffvorkommen als eine der reichsten russischen Teil-Republiken.

In den nächsten Tagen besucht Tillichs Delegation den größten russischen LKW-Hersteller Kamaz sowie Betriebe des Maschinen- und Flugzeugbaus und der Petro-Chemie. (szo)