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Politik

Russland verweigert US-Senatoren Einreise

Chris Murphy und Ron Johnson wollten mit einer Delegation nach Russland reisen. Wegen ihrer Moskau-kritischen Äußerungen mussten sie die Pläne ändern.

Der demokratische Senator Chris Murphy aus dem US-Bundesstaat Connecticut darf nicht nach Russland einreisen.
Der demokratische Senator Chris Murphy aus dem US-Bundesstaat Connecticut darf nicht nach Russland einreisen. © EPA/JIM LO SCALZO

Washington. Russland hat zwei Moskau-kritischen US-Senatoren nach deren Angaben ein Visum zur Einreise nach Russland verweigert. Der demokratische Senator Chris Murphy aus dem US-Bundesstaat Connecticut teilte am Dienstag mit, die russische Regierung habe ihm ein Visum verwehrt. Der republikanische Senator Ron Johnson aus Wisconsin hatte bereits am Montag erklärt, sein Visumantrag sei von Russland abgelehnt worden. Beide sind Mitglieder des Auswärtigen Ausschusses im Senat und hatten als Teil einer Delegation des US-Kongresses in das Land reisen wollen.

Murphy sagte, er sei ein harter Kritiker des Kreml. Er glaube aber, dass es wichtig sei, den Dialog mit Russland aufrechtzuerhalten, gerade in Zeiten von Spannungen. Leider isoliere sich die russische Regierung weiter, nicht zuletzt durch Besuchsverbote wie dieses. "Es ist schade, dass Russland nicht an einem Dialog interessiert ist", beklagte er. Johnson erklärte, er werde trotz dieses Affronts weiter klar und deutlich gegen Russlands Aggression Stellung beziehen.

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Der republikanische Senator Ron Johnson aus Wisconsin hatte bereits am Montag erklärt, sein Visumantrag sei von Russland abgelehnt worden. 
Der republikanische Senator Ron Johnson aus Wisconsin hatte bereits am Montag erklärt, sein Visumantrag sei von Russland abgelehnt worden.  © EPA/SHAWN THEW

Erst vor einigen Tagen hatte es Diskussionen über ein Einreiseverbot für US-Kongressabgeordnete nach Israel gegeben. Die israelische Regierung hatte zwei demokratischen Abgeordneten aus dem US-Repräsentantenhaus die Einreise verwehrt - in dem Fall mit Unterstützung des US-Präsidenten. Donald Trump hatte Israel zuvor unverhohlen dazu gedrängt, die beiden Demokratinnen, die er seit Wochen als Antisemitinnen verunglimpft, nicht ins Land zu lassen.

Im Fall der Russland-Reisepläne der beiden Senatoren ist aber nicht nur die Demokratische Partei betroffen, sondern auch ein Politiker von Trumps Republikanern. (dpa)

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