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Politik

Nawalny drohen neue Ermittlungen

Dem Regierungskritiker Alexej Nawalny drohen nach seiner Vergiftung neue Ermittlungen in Russland. Es geht um seine Aussagen in einem Radio-Interview.

Alexej Nawalny hält sich nach wie vor in Deutschland zu einer Reha-Maßnahme auf.
Alexej Nawalny hält sich nach wie vor in Deutschland zu einer Reha-Maßnahme auf. © Pavel Golovkin/AP/dpa

Moskau. Dem russischen Regierungskritiker Alexej Nawalny drohen nach seiner Vergiftung neue Ermittlungen in Russland. Dabei gehe es um Aussagen des 44-Jährigen in einem Radio-Interview Ende April, meldete die Staatsagentur Tass unter Berufung auf eine nicht näher genannte Quelle in den Ermittlungsbehörden. Nawalny wird demnach vorgeworfen, im Radiosender Echo Moskwy öffentlich zum Sturz des Systems aufgerufen zu haben. Die Überprüfungen von Nawalnys Äußerungen hätten am Montag begonnen, hieß es weiter.

Der Kremlkritiker schrieb in seinem Nachrichtenkanal Telegram mit Blick auf Präsident Wladimir Putin: "Putin (...) möchte nicht, dass ich nach meiner Genesung nach Russland zurückkehre." Dazu hätten die Ermittler ein Interview "ausgegraben", das bereits sieben Monate zurückliege. Auch der Sender zeigte sich deswegen überrascht.

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Er habe damals mehr Unterstützung für die Bevölkerung gefordert, meinte der Oppositionelle. Er habe in dem Live-Gespräch gesagt: "Eine Regierung, die bereit ist, Leute nur dafür hungern zu lassen, um nicht einem bestimmten Politiker 'zuzuspielen', muss gestürzt werden. Es geht hierbei um die Macht von Volksfeinden."

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