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Nobelpreis-Medaille für mehr als 100 Millionen Dollar versteigert

Der russische Journalist Dmitri Muratow hat seine Friedensnobelpreis-Medaille versteigert. Der Erlös soll geflüchteten ukrainischen Kindern zugutekommen.

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Dmitri Muratow, Chefredakteur der kremlkritischen Zeitung "Nowaja Gaseta".
Dmitri Muratow, Chefredakteur der kremlkritischen Zeitung "Nowaja Gaseta". © AP/dpa

Die Friedensnobelpreis-Medaille des russischen Journalisten und Regierungskritikers Dmitri Muratow ist für 103,5 Millionen US-Dollar (rund 98 Millionen Euro) versteigert worden. Das Geld sei bereits überwiesen worden, bestätigte das Auktionshaus Heritage Auctions im texanischen Dallas am Montagabend (Ortszeit) der Deutschen Presse-Agentur. Medienberichten zufolge handelt es sich um den höchsten Preis, der jemals für eine Nobelpreismedaille gezahlt wurde.

In der Auktionsankündigung hatte es geheißen, der Erlös solle über das UN-Kinderhilfswerk Unicef Flüchtlingen aus der Ukraine zugute kommen, die durch Russlands Angriffskrieg ihre Heimat verloren haben. Gebote wurden seit Anfang Juni online angenommen.

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Die 23-karätige Goldmedaille des russischen Journalisten Dmitri Muratow für den Friedensnobelpreis 2021 wird vor der Versteigerung im Times Center gezeigt.
Die 23-karätige Goldmedaille des russischen Journalisten Dmitri Muratow für den Friedensnobelpreis 2021 wird vor der Versteigerung im Times Center gezeigt. © Eduardo Munoz Alvarez/AP/dpa

Muratow, Chefredakteur der kremlkritischen Zeitung "Nowaja Gaseta", hatte bereits im März angekündigt, seine Alfred-Nobel-Medaille versteigern zu lassen. Der 60-Jährige hatte im vergangenen Jahr zusammen mit der philippinischen Journalistin Maria Ressa den Friedensnobelpreis bekommen. Damit verbunden war auch ein Preisgeld von mehr als 960.000 Euro. Muratow spendete seinen Anteil für soziale Zwecke.

Muratow hat den Krieg von Kremlchef Wladimir Putin gegen die Ukraine wiederholt kritisiert. In Russland hatte die "Nowaja Gaseta" ihr Erscheinen unter dem Druck der Behörden ausgesetzt. (dpa)

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